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Sebastian Vettel bekommt neuen Motor: Ferrari geht volles Risiko

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Nach Absturz ins Mittelfeld  

Neuer Motor für Vettel: Ferrari geht jetzt volles Risiko

03.06.2016, 08:34 Uhr | t-online.de

Sebastian Vettel bekommt neuen Motor: Ferrari geht volles Risiko. Sorgenvoller Blick von Sebastian Vettel: Ferrari kommt einfach nicht richtig in Fahrt. (Quelle: imago/HochZwei)

Sorgenvoller Blick von Sebastian Vettel: Ferrari kommt einfach nicht richtig in Fahrt. (Quelle: HochZwei/imago)

Ferrari-Boss Sergio Marchionne hatte vor Saisonstart Siege von der Scuderia gefordert. Doch davon ist der Traditionsrennstall mit Sebastian Vettel am Steuer nach sechs gefahrenen Rennen meilenweit entfernt.

Im Gegenteil: Ferrari versumpft im Mittelfeld - das wiedererstarkte Red-Bull-Team ist dabei, den Italienern den Rang als Mercedes-Jäger Nummer eins abzulaufen.

Nun greift Ferrari offenbar nach dem letzten Strohhalm, um endlich zum Überholen anzusetzen. Beim nächsten Rennen auf der Powerstrecke in Kanada soll es ein umfassendes Motoren-Update geben. "Ihr werdet in Kanada ein ganz anderes Ferrari erleben", kündigte Teamchef Maurizio Arrivabene vollmundig an.

Zum Saisonende könnte es knapp werden

Mit diesem Schritt geht Ferrari volles Risiko. Jede Weiterentwicklung des Autos verbraucht sogenannte Token. Von diesen "Wertmarken" haben die Teams nur eine begrenzte Anzahl in der Saison zur Verfügung. Noch hat Ferrari sechs, Branchenprimus Mercedes hingegen noch elf. Werden jetzt weitere Token benötigt, könnte es zum Ende der Saison mit weiteren Updates eng werden und der Rennstall auch Strafen kassieren.

Noch ist aber nicht klar, ob Ferrari bei der jetzt geplanten Weiterentwicklung tatsächlich Token hergeben muss. "Wir führen bei der Entscheidungsfindung Gespräche mit der FIA", wird Arrivabene von "motorsport-total.com" zitiert.

Schlechte Qualifying-Zeiten sorgen für Kopfschmerzen

Ferrari steht gehörig unter Druck. Das Auto muss endlich schneller werden, damit die Scuderia im WM-Kampf überhaupt noch eine Rolle spielen kann.

Kopfzerbrechen bereiten den Team-Bossen derzeit vor allem die schlechten Qualifying-Zeiten von Vettel und Kimi Räikkönen beim vergangenen Grand-Prix in Monaco. Dort waren beide Piloten rund eine Sekunde langsamer als Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo auf der Pole.

Vettel hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. Das Potenzial des Autos sei vorhanden, es müsse nur endlich abgerufen werden, betont der viermalige Weltmeister immer wieder.

Auch Red Bull legt nach

Ob das jetzt geplante Motoren-Update hilft, bleibt abzuwarten. Sicher dürfte der Wagen schneller werden. Doch reicht das aus, um die Rolle des Mercedes-Jägers von Red Bull zurückzuerobern? Denn auch die Österreicher legen nach und werden in Kanada mit beiden Autos die neue Renault-Ausbaustufe nutzen.

Wie gut das Update funktioniert, zeigte Ricciardo in Monaco. Dort war beim Australier der deutlich verbesserte Motor bereits verbaut. Das ganze Wochenende war Ricciardo bärenstark unterwegs und hätte das Rennen wohl auch gewonnen, wäre da nicht der verpatze Boxenstopp gewesen. Es sieht also weiter nach Mittelfeld für Ferrari aus.

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