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Formel 1 Österreich: Randsteine sorgen für Ärger in Spielberg

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"Wir brauchen eine Reaktion"  

Gefährliche Randsteine sorgen für mächtig Ärger

02.07.2016, 19:42 Uhr | sid

Formel 1 Österreich: Randsteine sorgen für Ärger in Spielberg. Nico Rosberg wurden die Randsteine im Qualifying zum Verhängnis.  (Quelle: imago/GEPA Pictures )

Nico Rosberg wurden die Randsteine im Qualifying zum Verhängnis. (Quelle: GEPA Pictures /imago)

Nach vier Aufhängungsbrüchen an zwei Tagen spalten die neuen Randsteine auf der Rennstrecke in Spielberg vor dem Großen Preis von Österreich (Sonntag, ab 13:45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) die Formel 1.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff forderte den Automobil-Weltverband FIA auf, bis zum Rennen eine Lösung zu finden. "Wir haben die Probleme bei unterschiedlichen Autos mit unterschiedlichen Designs gesehen. Das macht uns Sorgen. Wir brauchen eine Reaktion", sagte der Österreicher nach dem Qualifying.

Getriebeschaden bei Rosbergs Silberpfeil

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg und Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat waren im Qualifying aufgrund erheblicher Vibrationen, die beim Beschleunigen auf den Randsteinen entstanden, mit Brüchen an der Radaufhängung spektakulär abgeflogen, am Freitag erwischte es den Niederländer Max Verstappen. Schäden an der Aufhängung bremsten am Samstag auch Force-India-Fahrer Sergio Perez.

Bei Rosbergs Mercedes musste nach dem Crash das Getriebe gewechselt werden, weswegen der 31-Jährige wegen einer Strafe am Sonntag nur von Startplatz sieben statt zwei auf die Strecke geht.

Hamilton: "Bis einer in der Wand landet..."

Auch Weltmeister Lewis Hamilton, der als Pole-Setter vom Pech seines ärgsten WM-Rivalen profitierte, nahm die FIA in die Pflicht: "Diese Randsteine sind gefährlich. Ich weiß nicht, wie viele Unfälle es noch braucht, bis ein Auto böse in der Wand landet."

Der Engländer schlug eine Lösung vor, die allerdings bis Sonntag nicht umzusetzen ist: "Wo heute Randsteine sind, war früher Gras. Da haben die Leute stärker gebremst, weil sie nicht darauf fahren konnten. Heute nehmen sie das Risiko, weil mehr Strecke da zu sein scheint."

Alonso und Vettel: Randsteine ungefährlich

Ex-Weltmeister Fernando Alonso hingegen wollte die Vorfälle nicht überbewerten. "Die Kerbs sind aus einem klugen Grund angebracht worden. Sie sollen verhindern, dass die Fahrer ständig neben der Strecke fahren. Wer das trotzdem tut, ist auch mitverantwortlich", sagte der McLaren-Pilot.

Auch Ferrari-Star Sebastian Vettel bewertete die Randsteine als "an sich nicht gefährlich", regte aber für das kommende Jahr eine "andere Lösung" an.

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