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Pressestimmen Formel 1: "Lewis und Nico benehmen sich wie dumme Jungs"

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Presse prügelt auf Rosberg und Hamilton ein  

"Schnauze voll von egoistischen Alphatieren"

04.07.2016, 13:01 Uhr | sid

Pressestimmen Formel 1: "Lewis und Nico benehmen sich wie dumme Jungs". Nico Rosberg (li.) und Lewis Hamilton stehen einmal mehr im Fokus. (Quelle: AFP)

Nico Rosberg (li.) und Lewis Hamilton stehen einmal mehr im Fokus. (Quelle: AFP)

Triumph mit Beigeschmack: Der Sieg von Lewis Hamilton beim Großen Preis von Österreich in Spielberg wurde überschattet vom Crash des Weltmeisters mit Teamkamerad Nico Rosberg in der letzten Runde des Rennens.

Dementsprechend prügelten die Medien auf die beiden Silberpfeil-Piloten ein. "Der Chef tobt. Hirnlos sind sie beide, sagt Toto. Auf der Strecke und am Kommandostand sprühen bei Mercedes die Funken. Lewis und Nico müssen jetzt Konsequenzen fürchten", schrieb die britische Tageszeitung "The Sun", während die "Daily Mail" konstatierte: "Lewis und Nico benehmen sich wie dumme Jungs, die beweisen wollen, wer der Stärkste auf dem Schulhof ist."

Hier sind die Pressestimmen im Überblick:

ENGLAND

The Times: "Neben einem zerknirschten Rosberg sieht Hamilton wie ein echter Champion aus. Als Nico die Nemesis im Rückspiegel entdeckt, greift die pure Panik ins Steuer seines Mercedes. Obwohl Rosberg einen neuen Vertrag unterschreiben und weitere Millionen verdienen wird, hat er an diesem Sonntag in Österreich vielleicht die allerletzte Chance vertan, wie einst sein Vater Keke Weltmeister zu werden."

The Guardian: "Toto hat die Schnauze voll von seinen egoistischen Alphatieren. Eine Teamorder ist nicht mehr ausgeschlossen, obwohl keiner von beiden eine Schuld eingestehen will. Ich habe nichts getan, sagt Nico. Ich habe meinen Job gemacht, sagt Lewis. Die Spannung auf dem Weg nach Silverstone wächst ins Unermessliche."

The Sun: "Der Chef tobt. Hirnlos sind sie beide, sagt Toto. Auf der Strecke und am Kommandostand sprühen bei Mercedes die Funken. Lewis und Nico müssen jetzt Konsequenzen fürchten, aber Lewis bleibt cool. Er hat das gemacht, was er am liebsten tut: Gewinnen um jeden Preis."

Daily Mirror: "Die Mercedes-Bosse sind stinksauer, wir sehen aus wie ein Haufen von Idioten, sagt Toto Wolff. Sie haben es wieder getan, Lewis und Nico schaffen es nicht, ihre Feindschaft zu zügeln. Lewis holt einen fragwürdigen Sieg, und Nico bekommt mit dem vierten Platz mehr, als er für sein zweifelhaftes Manöver verdient."

Daily Mail: "Lewis und Nico benehmen sich wie dumme Jungs, die beweisen wollen, wer der Stärkste auf dem Schulhof ist. Die hirnlose Prügelei bei Tempo 300 hat keinen Sieger, und wenn es jetzt wirklich eine Teamorder bei Mercedes gibt, ist die Formel 1 der größte Verlierer von allen."

FRANKREICH

L'Equipe: "Der Kampf der Streithähne. Wieder ist die Stimmung im Rennstall auf dem Tiefpunkt. Die Älteren erinnern sich an Shakespeare, die Jüngeren an George R.R. Martin. Hamlet oder Game of the Thrones - es ist etwas faul im Staate Mercedes."

OuestFrance: "Hamilton hat im Dreivierteltakt einen Wiener Walzer gespielt."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Der Sieg ist für Hamilton das oberste Gebot, dieser könnte ihm am Ende den WM-Titel bescheren. Vettel tut sein Möglichstes, wird jedoch von einer riskanten Strategie verraten und muss kapitulieren. Rosberg ist bis zur letzten Runde fantastisch. Er verliert jedoch bei Hamiltons Attacke und verursacht einen fast fatalen Crash."

Corriere dello Sport: "Schock bei Mercedes, Lewis und Nico verlieren die Fassung. Das Problem bei Mercedes ist der absolute Mangel an gegenseitigem Respekt zwischen den beiden Fahrern. Maranello erlebt einen weiteren schwierigen Tag, das Pech hält Ferrari im Würgegriff."

Tuttosport: "Hamilton feiert einen knallharten Sieg, Rosberg schießt ein Eigentor. Er verliert Punkte und Respekt. Vettel muss wieder mal kapitulieren, der Weg für Ferrari wird immer steiler."

La Stampa: "Große Show bis zur letzten Runde: Zwischen Lewis und Nico fliegen die Fetzen. Die Freunde von einst trennt der WM-Titel, den nur noch diese beiden unter sich ausmachen werden. Die Gegner, auch Ferrari und Vettel, sind weit entfernt. Die nächsten Tage müssen genutzt werden, die erhitzten Gemüter wieder zu beruhigen."

La Repubblica: "Vettel muss seinen WM-Traum begraben. Hamilton gewinnt nicht nur das Rennen, sondern versenkt seinen Erzrivalen Rosberg auf allen Ebenen. Im Tauziehen mit Lewis bleibt Nico kaum noch Hoffnung. Er verursacht einen Zusammenstoß, der ihm selbst am meisten schadet."

ÖSTERREICH

Kronenzeitung: "Toto Wolff: 'Wir sollten für die Piloten denken!' Lewis Hamilton feierte in Spielberg nach einem knallharten Duell mit Nico Rosberg seinen 46. GP-Sieg. Toto Wolff und Niki Lauda bleiben in der Stallorder-Frage uneinig. Hamilton und Rosberg haben aus dem Crash von Barcelona vor sieben Wochen anscheinend nichts gelernt."

SPANIEN

Marca: "Pfiffe gegen den Sieger und eine Zeitstrafe für den Verlierer: Hamilton gewinnt ein episches Rennen nach einer Herzinfarkt-Szene in der letzten Runde. Vettel hat momentan bei Ferrari nicht das Glück, das er einst bei Red Bull hatte."

As: "Hamilton gewinnt mit viel Polemik und hört auf dem Podium ein Pfeifkonzert. Rosberg schleppt ein lädiertes Auto ins Ziel, ein Krieger mit einem kaputten Schwert. Pechvogel Vettel: Er muss nach einem Reifenplatzer alle Hoffnungen begraben."

Sport: "Hamilton gewinnt, und Rosberg zahlt Lehrgeld für seinen Ehrgeiz. Ein brillantes Rennen von Pascal Wehrlein, der mit dem bescheidenen Manor den ersten Punkt holt. Vettel spielt mit dem Feuer und verbrennt sich."

El Mundo Deportivo: "Rosberg macht alles und noch ein bisschen mehr, damit Hamilton nicht an ihm vorbeikommt, aber am Ende zieht der Deutsche den kürzeren. Vettel riskiert viel und verliert alles."

El Pais: "Hamilton nimmt alles mit, er wirft sich Rosberg an den Hals, und der verliert die Nerven. Vettel erlebt einen schwarzen Moment im roten Auto. Der Kampf um die Krone wird immer härter."

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