Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Formel 1 >

Formel 1 Ungarn: Sebastian Vettel nennt Funkverbot "Bullshit"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

"Es ist kompletter Bullshit"  

Vettel und Co. kritisieren Funkverbot in der Formel 1

23.07.2016, 13:15 Uhr | sid

Formel 1 Ungarn: Sebastian Vettel nennt Funkverbot "Bullshit". Sebastian Vettel echauffiert sich über eine umstrittene Regeländerung durch den Weltverband FIA. (Quelle: imago/HochZwei)

Sebastian Vettel echauffiert sich über eine umstrittene Regeländerung durch den Weltverband FIA. (Quelle: HochZwei/imago)

Deutliche Kritik von Sebastian Vettel: Dem vierfachen Formel-1-Weltmeister passt die Verschärfung des Funk-Verbots durch den Weltverband FIA überhaupt nicht in den Kram.

"Es ist kompletter Bullshit", sagte Vettel, "all diese Probleme, die wir mit dem Boxenfunk hatten, sind ein Witz. Wir bewegen uns da in die falsche Richtung."

Vettel spricht vor dem Großen Preises von Ungarn (Sonntag, ab 13.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) für zahlreiche Piloten, die unzufrieden sind mit den jüngsten Entscheidungen der FIA.

"Überregulierung des Sports"

Vor zwei Wochen hatte das noch junge Funkverbot seinen ersten großen Auftritt, als WM-Spitzenreiter Nico Rosberg wegen unerlaubter technischer Anweisungen durch seine Boxencrew eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam. Nicht nur das Mercedes-Team beklagte anschließend eine "Überregulierung des Sports". Eine Aufweichung der Regeln zum Boxenfunk wurde von vielen Seiten gewünscht - die FIA entschied sich für das Gegenteil.

Ab dem Rennen auf dem Hungaroring sind auch Informationen über technische Probleme am Auto verboten, es sei denn, der Fahrer steuert im Anschluss die Box an oder beendet das Rennen vorzeitig. Anweisungen zum Umgang mit der hochkomplexen Technik sind weiterhin nicht erlaubt. Nicht nur Vettel kritisiert das, sein Teamkollege Kimi Räikkönen, Weltmeister Lewis Hamilton und Fernando Alonso äußern sich ähnlich.

"Dann soll man die Autos ändern"

Zum einen habe der Boxenfunk durchaus seinen Teil zur Unterhaltung beigetragen. "Panische Fahrer, panische Ingenieure, das war doch unterhaltsam und auch menschlich in einem sehr technischen Sport", sagte Vettel. Er wies erneut auf das aus seiner Sicht eigentliche Problem hin: "Wenn man etwas ändern will, dann soll man die Autos ändern: Weniger Knöpfe am Lenkrad, einfachere Technik."

Denn das Steuergerät im modernen Formel-1-Auto gleicht mittlerweile dem Kontrollpult einer Boeing 747. Unzählige bunte Knöpfe und ein großes Display erlauben unzählige Veränderungen, unter anderem an der Einstellung des Hybrid-Antriebs, der Bremsbalance, des Getriebes.

Seit 20 Jahren wird es auf den Lenkrädern immer unübersichtlicher, die Formel 1 verwandelte sich insgesamt in einen höchst technischen Sport. Die Box als Kommandozentrale erhielt eine ganz neue Bedeutung, wertete Daten aus, aufgrund dieser funkten die Software-Experten dem Fahrer Anweisungen in seinen rasenden Computer.

"Da lerne ich lieber Chinesisch"

Das Rennen wurde damit immer mehr zum Gemeinschaftsprojekt von Fahrer und Crew - nun sollen die Piloten die Aufgaben plötzlich alleine lösen. Weil der Fan es so will, erklärt die FIA. Vettel und Co. dagegen bezweifeln, dass der Zuschauer selbst noch versteht, was der Fahrer da nun bewältigen muss. "Es gibt mehr als 500 Verstellkombinationen am Lenkrad", sagt Haas-Pilot Romain Grosjean, "wie soll man sich das merken? Da lerne ich lieber Chinesisch."

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal