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Formel 1: Die Lehren aus dem Großen Preis von Japan

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Motorsport  

Die Lehren aus dem Grand Prix von Japan

10.10.2016, 12:40 Uhr | dpa

Formel 1: Die Lehren aus dem Großen Preis von Japan. Nico Rosberg raste auch in Suzuka als Erster über die Ziellinie.

Nico Rosberg raste auch in Suzuka als Erster über die Ziellinie. Foto: Yuya Shino. (Quelle: dpa)

Suzuka (dpa) - Zum dritten Mal in Serie gehen beide WM-Pokale der Formel 1 an Mercedes. Das ist nach dem Großen Preis von Japan klar. Die Lehren aus dem 17. Saisonrennen:

- Der Weltmeister sitzt definitiv im Mercedes

Vier Rennen vor Schluss ist auch rechnerisch klar, dass wieder ein Silberpfeil-Pilot den Titel gewinnen wird. Einzig Lewis Hamilton kann WM-Spitzenreiter Nico Rosberg noch überholen. Doch Rosberg ist stark wie nie, hat schon 33 Punkte Vorsprung. Vier der fünf Rennen nach der Sommerpause gewann der 31-Jährige, holte in dieser Zeit insgesamt 115 der 125 möglichen Punkte. Rosberg hat seine Schwächen konsequent abgestellt. "Das ist ein fortschreitender Prozess, mich immer weiter zu verbessern und ein neues Niveau zu erreichen", sagt er.

- Lewis Hamilton steckt tief im Frustloch

Der Titelverteidiger hadert mit sich und der Welt. Die Technik bereitet ihm Sorgen. Nach dem Motorschaden in Malaysia war es in Japan die komplizierte Mercedes-Kupplung, die ihm den Start verdarb. Hamilton legte sich in Suzuka mit den Medien an, rüffelte sein Team für den offiziellen Protest gegen Red-Bull-Pilot Max Verstappen. "Lewis braucht einen Feind, manchmal auch mehr als einen", erklärt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

- Ferraris Hoffnungen schwinden

Mindestens ein Sieg in den letzten vier Rennen und Platz zwei in der Teamwertung - das ist das Ziel von Sebastian Vettel und Ferrari. Doch dafür müsste nicht nur Mercedes patzen und Red Bull schwächeln, es bräuchte auch endlich eine Sternstunde der Ferrari-Strategen. In Japan lagen die Taktiker mal wieder daneben, der Reifenpoker bei Vettel ging nicht auf. "Natürlich wissen es jetzt die Experten wieder besser", sagt Vettel. Doch das Problem ist in der Tat nicht neu. In der Strategie-Abteilung herrscht bei Ferrari Nachholbedarf.

- Max Verstappen feilt am Rüpel-Image

Besonders beliebt war der erst 19 Jahre alte Niederländer schon vor dem Suzuka-Gastspiel nicht bei seinen Kollegen. Zu nassforsch, zu leichtsinnig - und unbelehrbar. So sehen viele Rivalen das Supertalent Verstappen. In Japan verteidigte er sich kurz vor Schluss einmal mehr im Grenzbereich des Regelwerks gegen Lewis Hamilton. Nur weil beide Fahrer schnell die Strecke verlassen hatten und nicht mehr aussagen konnten, hielt Mercedes nicht an seinem Protest gegen Verstappen fest. Es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass der Sohn des früheren Formel-1-Fahrers Jos Verstappen aneckt.

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