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Formel 1: Technik "ist zu kompliziert geworden"

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Mercedes-Motorsportchef Wolff  

Technik in Formel 1 "ist zu kompliziert geworden"

30.10.2016, 08:35 Uhr | sid

Formel 1: Technik "ist zu kompliziert geworden". Toto Wolff hätte gerne, dass die Fahrer und nicht die Technik in der Formel 1 mehr im Mittelpunkt stünden. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Toto Wolff hätte gerne, dass die Fahrer und nicht die Technik in der Formel 1 mehr im Mittelpunkt stünden. (Quelle: GEPA pictures/imago)

Die derzeit fehlende Attraktivität der Formel 1 ist nach Ansicht von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff auch hausgemacht. "Ich gebe zu, dass wir im Moment wahrscheinlich mit der Technik etwas zu weit gegangen sind und es zu kompliziert geworden ist", sagte der 44-Jährige der "Bild am Sonntag".

Im Rahmen eines Doppelinterviews mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone betonten die beiden Männer, wie wichtig die Fahrer für das Image der Königsklasse des Motorsports sind.

"Wir sind aber auf einem Weg, dem Fahrer die Rolle des Helden zurückzugeben. Lewis Hamilton und Max Verstappen sind ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man sieht, wie sie die Fans polarisieren", sagte Wolff. Der 19 Jahre alte Red-Bull-Pilot Verstappen hat es auch Ecclestone angetan. "Wir brauchen ein halbes Dutzend von dieser Sorte", sagte der 86-Jährige.

Neue Talente drängen in die Formel 1

Genau dieser Wunsch des Briten wird laut Wolff in den kommenden Jahren in Erfüllung gehen. "Da kommt eine neue, junge Generation. Es gab eine Zeit, da hat das Geld den Weg in die Formel 1 geebnet. Es hat sich etwas geändert. Red Bull hat sein Juniorteam und wir haben diesbezüglich aufgeholt. Ich sehe fünf, sechs mutige, draufgängerische Nachwuchstalente. Wir werden in naher Zukunft mehr Ausnahmefahrer in der Formel 1 haben."

Dabei dürfte der Österreicher unter anderem an seine Mercedes-Junioren Pascal Wehrlein (22 Jahre) und den 20-jährigen Franzosen Esteban Ocon denken, die jetzt schon für den Manor-Rennstall aktiv sind. Zudem wird der kanadische Teenager Lance Stroll (18) im kommenden Jahr wohl für Williams starten, der Belgier Stoffel Vandoorne (24) hat seinen Platz bei McLaren schon sicher.

Ecclestone wünscht sich Ende der Mercedes-Dominanz

Mit Blick auf die Reglement-Änderung im kommenden Jahr sagt Wolff indes: "So wie es im Moment aussieht, könnte Red Bull unser größter Konkurrent werden. Wir dürfen aber auch nie Ferrari unterschätzen. Es wird hoch spannend."

Ecclestone machte derweil erneut keinen Hehl daraus, dass er sich ein Ende der Mercedes-Dominanz wünscht. "Bei allem Respekt - die beste Marke in der Formel 1 ist Ferrari. Wenn Sie den Mann auf der Straße fragen, wer die letzte WM gewonnen hat, würden die meisten Ferrari sagen, obwohl es schon neun Jahre zurückliegt."

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