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Formel 1: Bernie Ecclestone sieht schwarz den Hockenheimring

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Wohl keine "Rettung" möglich  

Ecclestone sieht schwarz für deutsche F1-Rennen

13.11.2016, 07:55 Uhr | sid

Formel 1: Bernie Ecclestone sieht schwarz den Hockenheimring. Skeptisch: Bernie Ecclestone glaubt aktuell nicht an eine Zukunft der Formel 1 in Deutschland. (Quelle: imago/Thomas Melzer)

Skeptisch: Bernie Ecclestone glaubt aktuell nicht an eine Zukunft der Formel 1 in Deutschland. (Quelle: imago/Thomas Melzer)

Bernie Ecclestone sieht für den Großen Preis von Deutschland nicht nur für 2017 schwarz. "Ich weiß nicht, wie wir dieses Rennen überhaupt retten können", sagte der Formel-1-Promoter gegenüber "motorsport.com" am Rande des Großen Preises von Brasilien (das Rennen Sonntag ab 16.45 Uhr in Live-Ticker bei t-online.de).

Der Hockenheimring war als Gastgeber des Deutschland-Grand-Prix am 30. Juli 2017 im Ende September veröffentlichten vorläufigen Rennkalender mit der Anmerkung "noch zu bestätigen" aufgeführt. Laut Ecclestone soll eine endgültige Entscheidung in Kürze bei der Generalversammlung des Automobil-Weltverbandes FIA in Wien (28. November bis 2. Dezember) fallen.

"Ihnen geht die Medizin aus"

"Ich würde mein Geld wetten, dass er nicht stattfindet", sagte der 86 Jahre alte Brite. Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler hatte Ende September erklärt, dass "kein Minus" herauskommen dürfe. Ecclestone stellte jedoch nun klar: "Sie wollen zu den gleichen Konditionen wie in den letzten Jahren weitermachen. Diese sind aber nicht gut für uns. Wir haben versucht, sie am Leben zu halten, aber ihnen geht die Medizin aus."

Schlimmer noch sei es am Nürburgring gewesen, der turnusmäßig eigentlich 2017 an der Reihe gewesen wäre. "Als die aktuellen Eigner die Strecke gekauft haben, hatten sie keine Ahnung, was dort vorging. Und als sie es herausgefunden haben, hat es ihnen überhaupt nicht gefallen. So waren sie raus aus dem Spiel", sagte Ecclestone. Bereits 2015 war der Große Preis von Deutschland ausgefallen.

Probleme auch in Brasilien

Während der ebenfalls in Frage gestellte Grand Prix von Kanada in Montréal (11. Juni 2017) nach Erfüllung der geforderten Zugeständnisse  "wohl grünes Licht" bekommt, steht neben dem Deutschland-Rennen auch der WM-Lauf in Brasilien vor dem zumindest vorläufigen Aus. Die lokalen Organisatoren der Interlagos-Strecke in Sao Paulo erwarten allein für dieses Jahr ein Minus in Höhe von 30 Millionen US-Dollar.

"Am Ende sind wir diejenigen, die verlieren, denn sie können uns nicht bezahlen", kommentierte Ecclestone. Interlagos-Chef Tamas Rohonyi hatte mitgeteilt, dass der mit Formula One Management (FOM) ausgehandelte Vertrag vorsieht, dass die FOM die finanzielle Lücke schließen muss. Die Problematik brachte Ecclestone in dieser Woche auch bei einem Treffen mit Brasiliens Staatspräsidenten Michel Temer zur Sprache.

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