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Alemannia Aachen: Stadt Aachen sichert finanzielles Überleben

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2. Bundesliga - Alemannia Aachen  

Stadt Aachen sichert finanzielles Überleben

22.04.2010, 16:07 Uhr | dpa/t-online, dpa

Alemannia Aachen: Stadt Aachen sichert finanzielles Überleben. 2. Bundesliga: Stadt Aachen rettet die Alemannia.

Die Alemannia ist vorerst gerettet, weil die Stadt Aachen eine Bürgschaft übernimmt. (Foto: imago)

Aufatmen bei der Alemannia: Die Stadt Aachen übernimmt eine Ausfallbürgschaft über 5,5 Millionen Euro, wodurch die Alemannia die drohende Insolvenz abwenden kann. "Wir sind sehr erleichtert", sagte Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Der Klub werde schnellstens einen Geldgeber suchen. Damit wäre dann eine Auflage der Deutschen Fußball-Liga (DFL) erfüllt und auch die Lizenz sehr wahrscheinlich gesichert.

Einen positiven Bescheid erwarten die Aachener in den nächsten Wochen. Zustimmen muss noch die Bezirksregierung Köln. Die prüft unter anderem das Risiko, die die Stadt mit einer Bürgschaft eingeht. In der Sache Alemannia habe es aber schon einige Kontakte gegeben, sagte eine Behörden-Sprecherin.

Es fehlen drei Millionen Euro für den laufenden Betrieb

Die Alemannia war durch den Bau des neuen Stadions in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Dem Verein fehlen rund drei Millionen Euro für den laufenden Betrieb und rund 2,5 Millionen Euro für den Ausbau der Infrastruktur. Die Finanzlücke muss bis kommende Woche gedeckt werden, sonst steht die Lizenz auf dem Spiel.
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Pleite wäre für die Stadt noch teurer geworden

Die Rettung des Vereins durch eine städtische Bürgschaft war in der Politik heiß diskutiert worden, stellt aber letztlich wohl das kleinere Übel dar. Bei einer Pleite der Alemannia hätte die Stadt mindestens 30 Millionen Euro durch Pachtausfälle und unbezahlte Rechnungen verloren und vor einem leeren Stadion gestanden.
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Sparkonzept für die Alemannia

Die Politik knüpft ihre Bürgschaft an Bedingungen. Sie bekommt unter anderem einen treuhänderischen Zugriff auf das Stadion. Zudem muss sich der Verein an ein striktes Sparkonzept halten. Für den Spieler-Kader darf er nicht mehr als sieben Millionen Euro ausgeben.
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Kein Wettbewerbsnachteil für den Klub

"Hier müssen wir den Gürtel enger schnallen", sagte Kraemer. Das sei aber kein Wettbewerbs-Nachteil in einer Situation, in der andere Vereine auch sparen müssten. Finanziell erholen könne sich der Verein aber nur mit gutem Fußball, machte er deutlich. "Die Gäste müssen wissen, in Aachen ist schwer etwas zu reißen." Für Kraemer ist klar, dass es von der Stadt keinen finanziellen Nachschlag mehr gibt. Er ist aber zuversichtlich, dass der Verein nicht noch einmal zum Bittsteller wird. Die Ertragslage habe sich mit dem neuen Stadion deutlich verbessert.

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