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Wowereit verteidigt Hilfe für Hertha

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Wowereit verteidigt Stundung von Herthas Stadionmiete

15.09.2010, 13:16 Uhr | sid, sid

Wowereit verteidigt Hilfe für Hertha. Klaus Wowereit rechtfertigt die Stundung von Herthas Stadionmiete. (Foto: imago)

Klaus Wowereit rechtfertigt die Stundung von Herthas Stadionmiete. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit hat sich in der Debatte über die Stundung von 2,55 Millionen Euro Stadionmiete für den Zweitligisten Hertha BSC zu Wort gemeldet und die Entscheidung des Senats verteidigt. "Der Vorwurf ist fehl am Platz. Hertha ist ja nicht mietfrei im Olympiastadion, sondern hat die Summe nur gestundet bekommen. Das war auch richtig so", sagte Wowereit der "Bild"-Zeitung.

Dirk Zingler, Präsident von Herthas Lokalrivalen Union Berlin, hatte vor dem Derby am kommenden Freitag den Beschluss des Berliner Senats heftig kritisiert und eine bewusste Benachteiligung unterstellt. So agiere die Politik 20 Jahre nach dem Mauerfall immer noch wie ein West-Berliner Senat, sagte Zingler und fügte hinzu: "Das macht mich nur noch ärgerlicher und bestätigt das Misstrauen vieler Bürger aus dem ehemaligen Ostberlin, dass immer noch mit zweierlei Maß gemessen wird." Nach Meinung Zinglers hätte der Stadt-Rivale seine Finanzen aus eigener Kraft aufbessern müssen. So habe es für Angreifer Adrian Ramos ein Angebot über drei Millionen Euro von 1899 Hoffenheim gegeben, das Hertha ausschlug.

Wowereit: "Auch Union hat profitiert"

Mit Blick auf das Derby sagte Zingler: "Wenn Ramos bei uns Tore macht, weil Hertha ihn nicht verkaufen musste, ist das ein direkter Eingriff in die sportliche Rivalität in Berlin." Auch dagegen verteidigte sich Wowereit und verwies auf die Hilfen der Stadt für Union. "Der Herr Präsident von Union soll sich mal zusammenrechnen, in welcher Höhe der Berliner Senat Union schon unterstützt hat. Da reden wir von Millionen. Im übrigen zahlt auch Union keine Pacht an der Alten Försterei." Derzeit stottert Hertha die gestundete Summe aus dem Vorjahr ab und muss noch rund eine Million Euro zahlen. Nur durch den Kredit soll der mit rund 35 Millionen Euro verschuldete Ex-Bundesligist die Lizenz für die laufende Saison erhalten haben.

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