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1860 München: Geschäftsführer setzt den Rotstift an

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1860-Geschäftsführer setzt den Rotstift an

02.12.2010, 09:16 Uhr | t-online.de, t-online.de

1860 München: Geschäftsführer setzt den Rotstift an. Gabor Kiraly, Stefan Bell und Stefan Buck (v.li.) müssen Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. (Foto: imago)

Gabor Kiraly, Stefan Bell und Stefan Buck (v.li.) müssen Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. (Foto: imago)

Keine Spur von besinnlicher Vorweihnachtszeit bei 1860 München: Der neue Geschäftsführer Robert Schäfer kürzt den Profis und sämtlichen Angestellten angeblich das Gehalt um zehn Prozent. Schon Ende Dezember sollen die reduzierten Summen das erste Mal ausbezahlt werden. "Mir ist dieser Schritt nicht leicht gefallen", sagte er der "Bild"-Zeitung. An der Notwendigkeit der Maßnahme lässt er indes keinen Zweifel: "Es ist elementar wichtig, dass wir mit der Sanierung bei uns selbst anfangen. Die ganze Belegschaft muss wissen, dass es so wie bisher nicht weitergeht".

Schäfer geht dabei mit gutem Beispiel voran und verzichtet auf 20 Prozent seines Salärs. Der Vereine hat in der Vergangenheit offensichtlich über seinen Verhältnissen gelebt und teilweise horrende Gehälter gezahlt. "So etwas wird es nicht mehr geben. Wir sind ja nicht das Real Madrid von Giesing", sagte der Geschäftsführer und stellte klar, dass es ein Umdenken im Klub geben muss. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" sollen inklusive der Profi-Kicker insgesamt 125 Angestellte von der Maßnahme betroffen sein. Der Klub wird durch die Kürzungen rund eine Million Euro im Jahr sparen. Zuletzt hatte bereits der inzwischen zurückgetretene Geschäftsführer Robert Niemann einen rigiden Sparkurs gefahren.

Einigung steht noch aus

Noch ist die pauschale Gehaltskürzung nicht offiziell, doch die Belegschaft soll bereits angedeutet haben, schweren Herzens zuzustimmen. Zumindest theoretisch könnten sich die Betroffenen juristisch gegen die Sparmaßnahme wehren. Aus Sorge um ihren Arbeitsplatz werden sie aber wohl darauf verzichten.

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Auch an anderen Ecken soll demnächst gespart, das Winter-Trainingslager in der Türkei ist bereits abgeblasen. "Ich kann nicht der Waschfrau das Gehalt kürzen und kurz danach in einem Fünf-Sterne-Hotel einchecken", sagte Schäfer.

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