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KSC feuert Trainer Uwe Rapolder

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"Stinkefinger-Affäre": KSC feuert Trainer Rapolder

01.03.2011, 15:36 Uhr | sid, dpa, dpa, sid

KSC feuert Trainer Uwe Rapolder. Uwe Rapolder muss in Karlsruhe seinen Hut nehmen. (Foto: dpa)

Uwe Rapolder muss in Karlsruhe seinen Hut nehmen. (Foto: dpa)

Brachte ein ausgestreckter Mittelfinger das Fass zum Überlaufen? Zweitligist Karlsruher SC hat Trainer Uwe Rapolder nach nur 99 Tagen im Amt entlassen. Ein Nachfolger soll bereits am Mittwoch präsentiert werden. Als Kandidaten gelten die früheren KSC-Trainer Winfried Schäfer und Edmund Becker sowie der Ende Dezember beim Drittligisten VfR Aalen entlassene Rainer Scharinger.

"Das Präsidium sah sich schon in der Vergangenheit mehrmals in der Situation, dass es den Trainer verteidigen musste", sagte Wellenreuther mit Blick auf den als sportlich sehr kompetent, aber auch cholerisch geltenden Fußball-Lehrer. Nun brachte offenbar ein Eklat während des 1:4-Heimdebakels gegen den Tabellenvorletzten FC Ingolstadt 04 den endgültigen Bruch. Rapolder beleidigte angeblich einen Zuschauer auf der Haupttribüne des Karlsruher Wildparkstadions mit dem gestreckten Mittelfinger. Er gab den Vorgang zwar nicht zu und auch Wellenreuther konnte ihn nach eigenem Bekunden nicht beweisen. "Es gab aber heftige Reaktionen von Vereinsgremien und Zuschauern", sagte der sichtlich angeschlagene Präsident.

Ein weiterer Grund für die Freistellung "in beiderseitigem Einvernehmen" war laut Wellenreuther neben dem drohenden Abstieg die schwierige Kommunikation mit dem häufig forsch auftretenden Übungsleiter: "Es ist die Gesamtheit, die dazu geführt hat."

Sport-Videos 
KSC feuert Rapolder

Die sportliche Talfahrt und die "Stinkefinger-Affäre" werden dem Trainer zum Verhängnis. Video

Nachfolger soll zeitnah präsentiert werden

Der Traditionsverein hofft, bereits an diesem Mittwoch einen Nachfolger präsentieren zu können. "Mit ihm werden wir den Rest der Saison bestreiten", kündigte Wellenreuther an. Einen Namen wollte er noch nicht nennen, sagte aber zehn Spieltage vor Saisonende: "Er muss wieder Begeisterung und Teamgeist in die Mannschaft bringen." Sind die Verhandlungen erfolgreich, dürfte der neue Coach schon im Spiel beim Aufstiegskandidaten VfL Bochum auf der Bank sitzen.

Kein sportlicher Fortschritt unter Rapolder

Die Karlsruher hatten den erfahrenen Coach erst am 22. November als Nachfolger des beurlaubten Markus Schupp verpflichtet. Doch unter Rapolder kam der KSC trotz sieben Neuverpflichtungen in der Winterpause keinen Schritt voran. Er übernahm die Karlsruher auf dem Relegationsplatz 16 - und verlässt sie auf dem selben Rang. In den vergangenen vier Zweitliga-Partien kassierten die Karlsruher 14 Gegentore, zehn davon in den beiden Heimspielen gegen Hertha BSC (2:6) und nun gegen Ingolstadt.

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