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Beckenbauer: "München ohne Sechzig nicht vorstellbar"

29.03.2011, 15:53 Uhr | t-online.de, dpa

Beckenbauer: "München ohne Sechzig nicht vorstellbar". Franz Beckenbauer macht sich für die Rettung des TSV 1860 München stark. (Foto: imago)

Franz Beckenbauer macht sich für die Rettung des TSV 1860 München stark. (Foto: imago)

Jetzt also auch der Kaiser! Franz Beckenbauer meldet sich in der Debatte um den TSV 1860 München zu Wort. In der Münchner "Abendzeitung" startet der Ehrenpräsident des FC Bayern einen Hilferuf zur Rettung des schwer angeschlagenen Stadtrivalen. "München ohne Sechzig wäre für mich nicht vorstellbar", so der Kaiser.

Er habe vielen seiner Freunde geraten, bei den "Löwen" zu investieren. Der Traditionsklub muss bis Donnerstag acht Millionen Euro aufbringen, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Der einzige Ausweg aus der Finanzmisere sei nach Beckenbauer ein "richtiger Investor, einer, der sie zurück in die Bundesliga bringt".

Schlechtes Gewissen?

Vielleicht plagt den Kaiser auch sein schlechtes Gewissen! Denn durch ein Ereignis, was man heute als Lappalie abtun würde, platzte vor über 50 Jahren ein Wechsel zu 1860 München. Im Jahr 1958 geriet der 13-jährige Beckenbauer im Trikot seines Heimatvereins SC 1906 München mit einem Sechzig-Spieler aneinander und kassierte eine "Watschn". Von diesem Ereignis gebrandmarkt, wechselte er zu den Bayern anstatt zu den Löwen. Der weitere Werdegang von Beckenbauer ist bekannt. Er prägte das Vereinsleben beim FC Bayern München als Spieler, Trainer und Präsident wie kaum ein Zweiter. Was wäre aus 1860 München geworden, wenn Beckenbauer damals ein "Blauer" geworden wäre?

Insolvenz noch nicht vom Tisch

Doch Beckenbauer ging damals zu den Bayern und die Löwen stehen heute kurz vor der Insolvenz. Der Verein diskutierte auf einer dreistündigen Aufsichtsratssitzung verschiedene Rettungsmodelle. Eine Lösung wurde bisher noch nicht gefunden. Die Verantwortlichen hatten das Treffen des Kontrollgremiums bereits vor Beginn als reine Informationsveranstaltung deklariert. "Es verengt sich immer mehr auf ein Modell, aber wir sind noch nicht am Ende unserer Arbeit. Die Insolvenz ist noch nicht vom Tisch", sagte Präsident Dieter Schneider.

Geld muss her, und zwar schnell!

Als Ideallösung gilt ein bankenbasiertes Konzept mit einem späteren Anteilsverkauf an einen Investor. Möglich ist auch eine sofortige zumindest teilweise Verpfändung von KGaA-Anteilen an Banken oder strategische Partner. Notfalls käme auch ein kurzfristiger Verkauf von Aktien an einen Kapitalgeber in Frage. Wichtigste Voraussetzung für die Rettung der Sechziger ist, dass der Verein mit seinen Gläubigern über die Tilgung von insgesamt elf Millionen Euro Altschulden eine Vereinbarung findet. Beim FC Bayern steht der Klub mit drei Millionen Euro in der Kreide.

Löwen-Fans lehnen Hilfe der Bayern ab

Die Beteiligung des roten Erzrivalen spaltet weiterhin die Löwen-Fans. Roman Beer, 1860-Fan, Buchautor und Vorsitzender des Vereins "Freunde des Sechz'ger Stadions", lehnt eine "Barmherzigkeitsaktion" von Bayern-Präsident Uli Hoeneß ab und plädiert für eine Insolvenz. "Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera, und keiner weiß, was besser ist", sagte Beer im Bayerischen Fernsehen. Der FC Bayern helfe nur aus Eigennutz, "weil die einen Mieter für die Arena brauchen. 50 Millionen Euro erwarten sie noch von uns, womit wir nur die Mannschaft des FC Bayern verstärken würden".

Chance zum Neuanfang?

Beer vermisst beim TSV 1860 "Vision und Strategie" und wünscht sich wie viele Fanklubs einen Neuanfang in der fünftklassigen Bayernliga. "Da kann man den Verein gleich auflösen und als FC Obergiesing in der A-Klasse anfangen. Das wäre doch Irrsinn", widersprach Beckenbauer den Insolvenzbefürwortern, "1860 ist doch eine lukrative Marke, zumindest wenn sie wieder in die Bundesliga kommen".

Spielbetrieb bis Saisonende absichern

Zunächst geht es für die Sechziger allein darum, frisches Geld zu bekommen, um die Saison beenden zu können, den Lizenzierung für die kommende Spielzeit abzusichern und den Profis ihren Lohn zu zahlen. Die zu Wochenbeginn fälligen Spielergehälter sind noch nicht überwiesen worden.

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