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Ein Scheich soll den TSV 1860 München retten

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1001 Nacht beim TSV 1860 München

05.04.2011, 06:59 Uhr | t-online.de

Ein Scheich soll den TSV 1860 München retten. Ein Investor aus Jordanien treibt die Rettung von 1860 München voran. (Foto: imago, Archiv; Montage: t-online.de)

Ein Investor aus Jordanien treibt die Rettung von 1860 München voran. (Foto: imago, Archiv; Montage: t-online.de)

Jetzt mischen die Scheichs auch den deutschen Fußball auf. Ein arabischer Investor soll beim TSV 1860 München einsteigen. Laut Informationen der "Süddeutscher Zeitung" heißt der Mann Hasan Abdullah Ismaik. Der 34-jähriger Jordanier nennt sich auch Hasan Abdullah Mohamed. Ismaik ist zwar kein klassischer Öl-Scheich, doch der Geschäftsmann aus dem Orient soll bereit sein, stattliche 33 Millionen Euro in den chronisch klammen Zweitligisten zu pumpen. Nach der Sanierung des Klubs, soll schnellstmöglich der Wiederaufsteig in die Bundesliga angepeilt werden. Ein Scheich ähnlicher Investor in der Bundesliga? Das wäre ein absolutes Novum und den deutschen Fans bisher vor allem aus der englischen Premier League bekannt.

Robert Schäfer wollte in der Sendung "Blickpunkt Sport“ im bayerischen Fernsehen den Namen des Scheichs zwar nicht nennen, sein Investment aber auch nicht dementieren. "Wir führen Gespräche, den Namen will ich jetzt nicht bestätigen", so der Löwen-Geschäftsführer.

Vor wenigen Tagen noch fast Konkurs gegangen

Kaum zu glauben, aber wahr: War der TSV 1860 vor wenigen Tagen noch so gut wie pleite, scheint die Zukunft des Traditionsvereins nunmehr rosarot. Nachdem die Klubbosse um Präsident Dieter Schneider mit Hilfe der NF-Bank und Investor Nicolai Schwarzer in der vergangenen Woche eine Zwischenfinanzierung von 1,5 Millionen Euro in letzter Minute die drohenden Insolvenz abgewendet haben, scheint jetzt auch die Finanzierung für Zukunft gesichert zu sein.

Ismaik soll bereits am Wochenende zum Löwen-Spiel gegen Energie Cottbus nach München kommen, um sein Interesse zu unterstreichen. Er sei "leidenschaftlicher Fußballfan" und habe schon recht konkrete Pläne im Kopf, wie es bei den Löwen weitergehen soll.

Der Kontakt kam über den Finanzmanager Hamada Iraki zustande, der für eine Großbank Kunden im Mittleren Osten betreut. Als er von den Finanzsorgen der Löwen erfuhr, hörte er sich bei befreundeten Investoren um. Einem soll der TSV 1860 zu klein gewesen sein, für Ismaik ist die Größe des Klubs genau richtig.

13 Millionen Euro für 49 Prozent Anteile

Die Wahrscheinlichkeit für sein Investment sei sehr hoch, sagte er der "SZ". Neben dem Kaufpreis in Höhe von 13 Millionen für 49 Prozent der 1860-Anteile "rechnen wir, um die erste Liga zu erreichen, mit einer Investition von zehn bis 20 Millionen Euro bis 2014". Ziel sei ganz klar die Bundesliga. Sogar den Auszug aus der Allianz Arena schließt der Scheich nicht aus. "Sollten wir den Aufstieg schaffen und uns in der ersten Liga etablieren, werden wir über ein eigenes Stadion nachdenken. Aber im Moment ist das Thema nicht relevant."

Zunächst sollen die Bücher geprüft werden. "Der mögliche Investor guckt sich die Verträge genau an, dann sprechen wir auch über das Strategische", sagte Schäfer. Löwen-Präsident Schneider erklärte, dass eine Prüfung der Zahlen "in zwei Wochen oder auch in vier Wochen" stattfinden könne. Dann könnte alles ganz schnell gehen.

Es bleiben noch Fragen offen

Allerdings muss noch die DFL ihre Zustimmung zu dem Investment geben. Während in England Investoren ganze Klubs aufkaufen können, ist ein solches Geschäftsgebaren in Deutschland nicht möglich. Hier bleiben immer die Vereine aufgrund der 50 plus 1 Regel Herr im eigenen Haus. Ismaik hat daher bereits angekündigt, auf die sportliche Struktur des Klubs keinen Einfluss nehmen zu wollen. Doch wer viel Geld investiert, will schließlich auch mitbestimmen. Man darf gespannt sein, wie sich die Geschichte beim TSV 1860 weiterentwickelt.

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