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1860 vor Rettung: DFL genehmigt Investorvertrag

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1860 macht Riesenschritt in Richtung Rettung

19.05.2011, 20:59 Uhr | sid, dpa

1860 vor Rettung: DFL genehmigt Investorvertrag. Die Spieler von 1860 München haben wieder Grund zum Jubeln. (Foto: imago)

Die Spieler von 1860 München haben wieder Grund zum Jubeln. (Foto: imago)

Aufatmen beim TSV 1860 München: Der Rettung des hoch verschuldeten Zweitligaklubs steht nichts mehr im Wege. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den Kooperationsvertrag der Sechziger mit dem jordanischen Unternehmer Hasan Ismaik in der dritten Prüfung gebilligt. Damit dürfte dem ersten Einstieg eines arabischen Investors im deutschen Profifußball nichts mehr im Wege stehen.

"Die Eckpunkte des in überarbeiteter Fassung vorliegenden Kooperationsvertrages inklusive weiterer Dokumente hält die DFL für vereinbar mit Satzung und Ligastatut", teilte die DFL in Frankfurt/Main mit. Die DFL hatte die von 1860 eingereichten Unterlagen in Bezug auf den Einstieg von Ismaik in den vergangenen Tagen erneut intensiv geprüft.

Vertrag nun im Sinne der DFL

Bei den vorangegangenen Prüfungen hatte die DFL den Vertragsentwurf abgelehnt, da die Zusammenarbeit offenbar gegen die 50+1-Regel verstößt. Ismaik will für 13 Millionen Euro 49 Prozent der Kommanditgesellschafts-Anteile erwerben. Mittlerweile wurde der Vertrag laut 1860-Präsident Dieter Schneider dahingehend modifiziert, "dass er im Sinne der DFL ist".

"Das ist ein wichtiger Etappensieg", stellte Schneider in einer ersten Reaktion auf die seit Wochen herbeigesehnte DFL-Nachricht erleichtert fest, "aber jetzt müssen wir noch die restlichen Hürden überwinden." Der Traditionsklub ist angeblich mit 14 Millionen Euro verschuldet.

Unvorhergesehene Probleme zum Wirtschaftsplan

Voraussetzung für den Vertrag, der bis zum 31. Mai unterschrieben sein muss, sind die avisierten Absichtserklärungen aller Gläubiger zum Teilforderungsverzicht sowie die Zustimmung von Vermarkter IMG, der ausgelöst oder zu Vertragskorrekturen bewegt werden muss. Bis auf den Berliner Unternehmer und Spielerberater Nicolai Schwarzer sollen alle Gläubiger zum Verzicht bereit sein. Er freue sich zwar "absolut über die Nachricht" vonseiten der DFL, sagte er dem "Münchner Merkur", ergänzte aber: "Für mich gibt's jetzt noch keine Veranlassung, etwas zu unterschreiben." Nach Schneiders Einschätzung pokert Schwarzer noch ein wenig, der Geschäftsmann hat aber auch schon kund getan, dass die Rettung an ihm nicht scheitern werde.

Mit Vermarkter IMG stehen die Verhandlungen zu einer Ablöse der bisherigen Konditionen angeblich vor einem Abschluss. Laut dem Fachmagazin "kicker", will Investor Ismaik der Agentur 1,5 Millionen Euro dafür zahlen, dass der im Falle des Zweitligaverbleibs unbefristete Vertrag in einen befristeten geändert wird. Wenn Ismaik bei den Sechzigern einsteigt, will er die Vermarktung selbst übernehmen.

Vieles ist noch in der Schwebe

Bis zum 31. Mai muss endgültig alles geklärt sein, sonst droht abermals die Insolvenz. Schon als es um den Nachweis der Liquidität bei der DFL von 1,7 Millionen Euro zum Stichtag 1. April ging, hatte der TSV 1860 den Sturz in den Abgrund nur knapp vermieden. Nach Informationen der "Bild-Zeitung" haben die Spieler seitdem aber nur noch ihr Grundgehalt überwiesen bekommen. Im Fall einer Rettung würden die ausstehenden Prämien nachträglich gezahlt, versicherte Geschäftsführer Robert Schäfer.

Einstweilen ist bei den Löwen also weiter vieles in der Schwebe, dies gilt auch für die Zusammensetzung eines Kaders für die nächste Saison - so sie denn mit dem Deutschen Meister von 1966 ausgetragen wird. Trainer Reiner Maurer und der sogenannte Sport-Koordinator Florian Hinterberger verhandeln derzeit mehr oder weniger im luftleeren Raum - bereits geschlossene Verträge gelten nur für den Fall der Rettung.

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