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Eintracht Braunschweigs sportlicher Leiter Marc Arnold im Interview

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"Die Attraktivität der Liga ist extrem hoch"

08.06.2011, 15:25 Uhr | Das Interview führte Mark Weidenfeller, t-online.de

Eintracht Braunschweigs sportlicher Leiter Marc Arnold im Interview. Marc Arnold will Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga etablieren. (Foto: imago)

Marc Arnold will Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga etablieren. (Foto: imago)

Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga beginnt für Eintracht Braunschweig die Mission Klassenerhalt. Dabei erhofft sich die Anhängerschaft der Löwen eigentlich mehr. Allein zum Trainingsauftakt kamen über 3000 Fans.

Im Interview mit t-online.de spricht Braunschweigs Sportlicher Leiter Marc Arnold über die Euphorie beim Zweitligisten, die Ziele des Aufsteigers und die Top-Aufstiegsfavoriten der 2. Bundesliga.

Herr Arnold, Sie sind als Spieler mit Hertha BSC und jetzt als Sportlicher Leiter in Braunschweig jeweils in Unterhaching aufgestiegen. Was war der größere Erfolg für Sie?
Beides waren natürlich herausragende emotionale Momente. Die Intensität ist als Spieler aber sicher eine andere als als sportlicher Leiter. In diesem Jahr hat es sich dazu schon früh abgezeichnet, dass es mit Braunschweig zum Aufstieg reichen könnte. Das war mit der Hertha damals anders, von daher ist das schwierig, die beiden Aufstiege miteinander zu vergleichen. 

 

Am Sonntag war Trainingsauftakt, zu dem 3000 Fans kamen. Die Stadt ist euphorisiert. Freuen Sie sich auch schon auf die nächste Saison oder überwiegt noch die Arbeit?
Bei mir überwiegt ganz klar die Vorfreude auf die neue Saison. Der Großteil der Arbeit, zumindest was die Kaderzusammenstellung betrifft, ist getan. Es gibt sicher noch ein paar organisatorische Dinge zu klären, die in der 2. Bundesliga anders sind als in Liga drei. Aber daran werden wir uns schnell gewöhnen. Und dann freuen wir uns einfach darauf, dass bald der Ball rollt. 

 

Sie haben die Kaderplanung angesprochen. Fünf Neuzugänge haben Sie bereits. Steht damit die Mannschaft schon?
Wir sind mit unserem momentanen Kader zufrieden und gut aufgestellt. Aber wir halten natürlich weiterhin Augen und Ohren offen und beobachten den Markt. Es kann immer noch etwas passieren. 

 

War es ein Vorteil, dass sie schon relativ früh als Aufsteiger feststanden und somit Planungssicherheit hatten?
Auf alle Fälle. Wir haben schon während der Saison mit Nico Zimmermann und Oliver Petersch zwei absolute Wunschspieler verpflichtet. Danach konnten wir dann in aller Ruhe auf anderen Positionen nachlegen. Wir haben die Korte-Zwillinge Gianluca und Raffael im Probetraining beobachtet und letztlich verpflichtet. Zum Schluss kam dann noch Marcel Correira aus Kaiserslautern, der dort als Kapitän der U23 schon gezeigt hat, dass er eine echte Alternative in der Abwehr sein kann. 

 

Das hört sich nach jeder Menge Arbeit an. Hatten Sie überhaupt schon Zeit für Urlaub?
Nein, noch gar nicht. Ich hatte noch keine Zeit für Urlaub. Ich werde wohl abwarten müssen, bis die Schulferien anfangen und dann während der Runde noch einmal für ein paar Tage wegfahren. 

Die Arbeit, die Sie geleistet haben, hat sich gelohnt. Ihr Vorsprung und ihre Dominanz im vergangenen Jahr waren außergewöhnlich. Sie waren in beinahe jedem Spiel der Favorit, in der nächsten Saison werden sie oft Außenseiter sein. Liegt Braunschweig diese Rolle?
Wir haben in der vergangenen Saison gelernt, wie es ist, der Favorit zu sein. Aber ich sehe es nicht als Nachteil, dass das in der nächsten Spielzeit anders sein wird. Man tut sich oft sogar leichter, wenn man nicht gewinnen muss. Entscheidend wird sein, dass wir unsere Leistung abrufen. Wenn das Spiel angepfiffen ist, interessiert es eigentlich keinen mehr, ob man Außenseiter ist oder der Favorit.

 

Wie schätzen Sie die Attraktivität der Liga im nächsten Jahr ein?
Die Attraktivität der Liga ist extrem hoch. Mit Dynamo Dresden, Hansa Rostock und uns kommen drei Traditionsvereine aus der 3. Liga hoch. Dazu kommt mit Eintracht Frankfurt eine echte Fußballgröße und der Kultklub St. Pauli. Wir freuen uns auf die Spiele, auf die tollen Stadien und natürlich die Partien in unserem Hexenkessel. Die Euphorie ist riesig. 

 

Wen sehen Sie als Favorit für den Aufstieg?
Der Top-Favorit ist auf jeden Fall Eintracht Frankfurt. Der FC St. Pauli wird eine Rolle spielen und natürlich die üblichen Verdächtigen wie Aachen, Fürth oder Bochum. Die Liga ist allerdings extrem ausgeglichen und es kann immer Überraschungen geben. 

 

Ist die 2. Bundesliga im nächsten Jahr wieder einmal die so oft zitierte "beste zweite Liga aller Zeiten"? 
Die beste zweite Liga aller Zeiten gibt es glaub' ich seit zehn Jahren in jeder Saison. Deswegen tue ich mich damit ein bisschen schwer. Die Liga ist aufgrund der Zusammensetzung und der Namen definitiv sehr interessant. Von solchen Bezeichnungen  wie "die beste Liga aller Zeiten" kann man sich nichts kaufen. Deswegen sage ich, dass wir sportlich attraktiven Fußball zeigen wollen. Und den wird es nächstes Jahr auf jeden Fall zu sehen geben. 

Was sind denn Ihre Ziele für diese sportlich attraktive Liga?
Es wird wichtig sein, einen guten Start zu erwischen. Wir freuen uns schon auf den 21. Juni, wenn der Spielplan veröffentlicht wird, und hoffen darauf, dass wir uns möglichst schnell in der Liga zurecht finden. Auf die ganze Saison gesehen, wollen wir uns in Richtung 40 Punkte plus x bewegen. 

 

Osnabrück ist im vergangenen Jahr als Meister der 3. Liga direkt wieder abgestiegen. Ein warnendes Beispiel?
Wir wollen es eher den anderen Vereinen nachmachen, die in den vergangenen Jahren aufgestiegen sind und sich in der Liga etabliert haben, wie Düsseldorf, Paderborn oder Union Berlin. 

 

Sie sind also fest davon überzeugt, nicht abzusteigen?
Auf jeden Fall. Wir sind sehr optimistisch und von unserer sportlichen Qualität absolut überzeugt.  

Wie sehen Sie die Fan-Problematik in der Liga in der nächsten Saison? Viele reden aufgrund der Vereine wie Frankfurt, St. Pauli, Dresden oder Rostock schon von einer Chaos-Liga. 
Man darf das sicher nicht unterschätzen. Chaos-Liga ist übertreiben formuliert, aber der aktuelle Zustand ist sicherlich nicht befriedigend. Ich kann nur an alle appellieren, den Sport in den Vordergrund zu rücken. Auch unsere Fans hatten in der Vergangenheit keinen allzu guten Ruf, aber es entwickelt sich bei uns alles in eine gute Richtung. Wir arbeiten tagtäglich mit unserem Fanbeauftragten daran, dass das auch so bleibt. 

Hoffen Sie eigentlich, dass Unterhaching im nächsten Jahr aufsteigt, damit Sie dort zum dritten Mal aufsteigen können und mit Braunschweig in die Bundesliga durchstarten?
(lacht) Wenn das so einfach wäre, drücke ich den Unterhachingern natürlich alle Daumen, die ich habe. Lassen wir uns mal überraschen.

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