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2. Bundesliga: 17 Mal drohen Krawalle

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2. Bundesliga: 17 Mal drohen Krawalle

11.07.2011, 16:42 Uhr | dapd, t-online.de

2. Bundesliga: 17 Mal drohen Krawalle. Anhänger von Eintracht Frankfurt brüsten sich damit, als Krawallmacher bekannt zu sein. (Foto: imago)

Anhänger von Eintracht Frankfurt brüsten sich damit, als Krawallmacher bekannt zu sein. (Foto: imago)

Die Saison 2011/12 der 2. Bundesliga steht vor der Tür. Wenn die Einführung des eingleisigen Fußball-Unterhaus sich zum 30. Mal jährt, droht Deutschlands beliebtester Sport seine hässliche Fratze zu zeigen. Gleich ein Drittel der Zweitliga-Klubs gehören zu den Vereinen mit hohem Gewalt-Potential.

Namentlich sind das die beiden Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt und der FC St. Pauli, dazu kommen die Ost-Klubs Energie Cottbus, Dynamo Dresden und Hansa Rostock sowie der Traditionsverein Eintracht Braunschweig. Außerdem gibt es einige Duelle, bei denen es in der Vergangenheit immer wieder zu Ausschreitungen gekommen ist. Insgesamt drohen bei 17 Hinrunden-Partien Krawalle. "Die 2. Liga droht zur Chaos-Liga zu werden", warnte Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft im "Kölner Express".

"Wir stehen vor der attraktivsten Spielserie in der 2. Liga seit vielen Jahren und werden sehr viele Spiele mit einem hohen Zuschaueraufkommen erleben", sagte dagegen Helmut Spahn. Der Sicherheitsbeauftragte im Deutschen Fußball-Bund räumte aber zugleich ein: "Wir hoffen natürlich auf tolle Atmosphäre in den Stadien, sind uns aber bewusst, dass sich nicht alle Fans einiger Vereine in letzter Zeit immer korrekt verhalten haben."

Platzsperre und halbes Geisterspiel

Hooligans von Eintracht Frankfurt sind bereits in der vergangenen Saison des Öfteren unangenehm aufgefallen. Wegen Ausschreitungen in der Partie gegen den 1. FC Köln darf der Verein beim ersten Heimspiel nur 19.000 Zuschauer in die Arena lassen. Beeindruckt scheinen die Randalierer jedoch nicht zu sein, denn erst kürzlich kam es sogar bei einem Testspiel in Bern erneut zu Krawallen.

Der Gegner der Eintracht im ersten Heimspiel heißt FC St. Pauli, der seinerseits wegen des Becherwurf-Skandals mit einer Platzsperre bestraft wurde. Die Partie gegen Ingolstadt wird in Lübeck stattfinden.  

Jagd auf den Titel "Randalemeister 2012"?

Die Anhänger der Frankfurter präsentierten im letzten Erstliga-Spiel ein Banner mit der Aufschrift "Randalemeister 2011". Das könnte gewaltbereite Anhänger anderer Klubs anspornen, beispielweise die von Dynamo Dresden, die für ihre Ausschreitungen gefürchtet werden.

Vereine und Sponsoren versuchen, der Gewalt mit unterschiedlichen Mitteln entgegenzutreten. Dynamos Vermarkter Sportfive hat sich in seinem Vertrag eine Klausel einbauen lassen, die ihm erlaubt, bei erneuter Randale fristlos zu kündigen.

Gleich am ersten Spieltag steigt das Risikospiel Dynamo gegen Cottbus. Auch das zweite Spiel der Dresdner ist wieder eine Hochsicherheits-Partie. Der Gegner heißt Hansa Rostock.

Rostock verklagt die Krawall-Macher

Bereits bei den vergangenen Partien Dresdens gegen Rostock kam es zu Ausschreitungen. Rostock ergreift gleich mehrere Maßnahmen, darunter auch Klagen, die Krawall-Macher zur Vernunft zu bewegen. "Wir sind der erste Verein, der Fans auf Schadensersatz verklagt hat. Das ist ein Präzedenzfall in Deutschland. Wir werden also auch in Zukunft nicht zögern, diese Straftäter, die unserem Verein einen Schaden zufügen, auch zivilrechtlich zu belangen", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann im t-online.de-Interview. Dies ist eine härtere Linie als sie Frankfurt fährt. Die Eintracht setzt auf Gespräche, was der DFB bereits kritisiert hat.

Hansa trifft am siebten Spieltag auf Eintracht Braunschweig. Zwischen Anhängern der beiden Klubs ging es auch in der abgelaufenen Saison hoch her. Der Rostocker Hauptbahnhof wurde zeitweise lahmgelegt. Die Zweite Liga ist 2011/12 durch die vielen Traditionsvereine besonders interessant. Genau diese Konstellation birgt aber auch enormes Randale-Potential.

Die Problemspiele im Überblick:

SpieltagPartie
1FC Energie Cottbus - Dynamo Dresden
2Eintracht Frankfurt - FC St. Pauli
Dynamo Dresden - FC Hansa Rostock
4Dynamo Dresden - 1. FC Union Berlin
5FSV Frankfurt - Eintracht Frankfurt
7FC Hansa Rostock - Eintracht Braunschweig
8Eintracht Frankfurt - FC Hansa Rostock
9Dynamo Dresden - Eintracht Frankfurt
10Erzgebirge Aue - FC Hansa Rostock
FC Energie Cottbus - FC St. Pauli
12Eintracht Braunschweig - Dynamo Dresden
13FC Hansa Rostock - FC Energie Cottbus
15FC Hansa Rostock - FC St. Pauli
Dynamo Dresden - Erzgebirge Aue
16FC St. Pauli - Dynamo Dresden
FC Hansa Rostock - 1. FC Union Berlin
17Eintracht Frankfurt - Karlsruher SC

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