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Auffangbecken 2. Liga: Gnadenbrot für Odonkor, Asamoah und Co.

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Gnadenbrot für die Gesichter des Sommermärchens

13.01.2012, 13:51 Uhr | sid

Auffangbecken 2. Liga: Gnadenbrot für Odonkor, Asamoah und Co. . Gerald Asamoah (li.) tröstet David Odonkor nach dem Halbfinalaus bei der WM 2006.

Gerald Asamoah (li.) tröstet David Odonkor nach dem Halbfinalaus bei der WM 2006.

Erst David Odonkor, jetzt Gerald Asamoah: Die Gesichter des deutschen Sommermärchens verdienen ihr Gnadenbrot in der 2. Bundesliga. Dort treffen sie jede Menge alte Bekannte aus dem Oberhaus wie den ehemaligen Torschützenkönig Marek Mintal, Südafrikas Nationalspieler Delron Buckley oder demnächst auch wieder Albert Streit. Während es für die einen die letzte Chance ist, wird es für andere wohl die letzte Station im Profi-Fußball sein.

Bei Gerald Asamoah ist "die Lust noch da", seinem ehemaligen Schalker Mitspieler Mike Büskens zur Seite zu stehen. Büskens ist inzwischen Trainer der SpVgg Greuther Fürth und sicher, dass der 43-malige Nationalspieler den Franken helfen wird, "unseren großen Traum zu verwirklichen und in die Bundesliga aufzusteigen".

Ohne Job und Perspektive

Asamoah war zuletzt arbeitslos und hielt sich beim NRW-Ligisten VfB Hüls fit. Nach dem Ende seines Engagements beim FC St. Pauli hatte der 33-Jährige keinen neuen Verein gefunden, doch im Winter hagelte es angeblich Angebote. "Vom Geld her hätte ich vielleicht was anderes machen müssen", sagte Asamoah.

Ohne Job und ohne Perspektive stand auch David Odonkor da. Der Flügelstürmer, der auf ewig einen Platz im kollektiven Fußball-Gedächtnis wegen seiner Vorbereitung des Last-Minute-Siegtreffers bei der WM 2006 gegen Polen haben wird. Bereits im Sommer heuerte er nach einer Odyssee durch Europas Krankenhäuser bei der Aachener Alemannia an.

Angekommen in der Zweitliga-Realität

Im Gegensatz zu Asamoah ist Odonkor aber mit 27 Jahren im besten Fußballer-Alter und darf noch auf ein paar gute Spielzeiten hoffen. "Ich habe nie an ein Karriereende gedacht, bin noch jung und hungrig auf Fußball", hatte Odonkor bei seinem Amtsantritt in Aachen gesagt. Zwar ist Odonkor weit von der Form entfernt, die ihn einst zum Nationalspieler gemacht hatte, aber nach 12 Einsätzen und einem Treffer ist der ehemalige Dortmunder in der Zweitliga-Realität angekommen.

Die wartet auch auf Albert Streit. Der hatte zuletzt sportlich kaum von sich reden gemacht, dafür aber durch den Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Schalke 04. Wie Odonkor ist auch Streit in Aachen gelandet. Der vor Jahren hoch gehandelte Mittelfeldspieler soll helfen, den Sturz des Traditionsvereins in die Drittklassigkeit zu verhindern. Sein Trainer Friedhelm Funkel, der mit Streit bereits bei Eintracht Frankfurt zusammengearbeitet hatte, ist überzeugt davon, dass der 31-Jährige noch nicht zum alten Eisen gehört. "Albert wird uns mit seiner Kreativität, seiner Dribbelstärke und seinen gefährlichen Standards dabei helfen, in der Rückrunde noch torgefährlicher zu werden", sagte Funkel.

Streit will Gas geben

"Ich habe zum ersten Mal wieder das Gefühl, dazu zu gehören, integriert zu sein", sagte Streit und verprach, "Gas zu geben". Dass sich ausgerechnet in Aachen die Altstars tummeln, könnte vielleicht auch mit Sportdirektor Erik Meijer zu tun haben. Der ehemalige Stürmer hatte seine große Karriere mit Stationen in Leverkusen, Liverpool und Hamburg sehr erfolgreich bei der Alemannia ausklingen lassen. Jetzt muss der Niederländer darauf vertrauen, dass sich Odonkor und Streit im Kampf gegen den Abstieg genauso kompromisslos in die Bresche werfen wie einst Stoßstürmer Meijer. Dann hätten sie sich ihr Gnadenbrot mehr als verdient.

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