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Guido Kocer von Erzgebirge Aue wegen Beihilfe zum Raub verurteilt

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Kocer wegen Beihilfe zum Raub verurteilt

22.12.2011, 16:04 Uhr | dapd

Guido Kocer von Erzgebirge Aue wegen Beihilfe zum Raub verurteilt. Tief durchatmen: Guido Kocer von Erzgebirge Aue muss nicht ins Gefängnis.

Tief durchatmen: Guido Kocer von Erzgebirge Aue muss nicht ins Gefängnis. (Quelle: imago)

Guido Kocer von Erzgebirge Aue ist wegen Beihilfe zum Raub vom Berliner Landgericht zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Wesentlich härter traf das Urteil seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Süleyman Koc, der für drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis muss. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich Koc des schweren Raubes und der Körperverletzung schuldig gemacht hat. Wegen Fluchtgefahr wurde der Haftbefehl gegen ihn nicht aufgehoben, so dass Koc nach seiner Untersuchungshaft weiterhin im Gefängnis bleibt.

Die beiden Spieler gehörten zu einer Gruppe, die zwischen Februar und April 2011 in Berlin Cafés, Spielhallen und Geschäfte ausgeraubt hat. Neben Koc und Kocer, der mittlerweile beim Zweitligisten Erzgebirge Aue spielt, mussten sich sieben weitere Männer im Alter von 18 bis 21 Jahren für die Überfälle vor dem Gericht verantworten. Gegen sie wurden Strafen zwischen 18 Monaten auf Bewährung und fast vier Jahren Gefängnis verhängt. Auf ihren Raubzügen hatte die Gruppe bis zu 20.000 Euro erbeutet.

Opfer erleiden schwere Verletzungen

Kocer hatte sich nur bei einem Überfall auf ein Casino in Moabit im April diesen Jahres beteiligt. Zusammen mit seinem Vereinskamerad hatte der Profifußballer den Tatort ausgekundschaftet. Kocer hatte eingeräumt, die Tat damals als "Abenteuer" gesehen zu haben.

Koc gab bei dem Überfall das Zeichen zum Losschlagen. Anders als Kocer war er mehr als einmal bei den Raubzügen dabei. Der 22-Jährige gab zu, sich fünfmal als Fahrer und Lockvogel beteiligt zu haben. Nach Meinung der Richter habe er spätestens beim zweiten Überfall gewusst, "dass es zur Sache geht". So wurden bei den Überfällen Angestellte durch Schläge zum Teil schwer verletzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb ursprünglich im Prozess für Koc eine Haftstrafe von sechs Jahren zehn Monaten beantragt. Die Verteidigung plädierte indes für eine "angemessene Strafe", die der 22-Jährige im offenen Vollzug verbüßen sollte.

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