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Hertha BSC: Präsident Gegenbauer klar wiedergewählt

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Kritiker verstummt: Hertha-Führung gestärkt

30.05.2012, 01:44 Uhr | dpa

Hertha BSC: Präsident Gegenbauer klar wiedergewählt. Hertha-Präsident Werner Gegenbauer wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt.

Hertha-Präsident Werner Gegenbauer wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Alles wie gehabt, nur eine Klasse tiefer: Nach dem überraschend deutlichen Mitglieder-Votum pro Präsident und Manager kann Hertha BSC die Planungen für die 2. Fußball-Bundesliga beginnen.

Die Kritiker aus den jüngsten Chaoswochen sind jäh verstummt, der souverän wiedergewählte Clubchef Werner Gegenbauer und sein wankender Sport-Geschäftsführer Michael Preetz sitzen fester im Sattel denn je.

"Es ist eine Verpflichtung, ganz ernsthaft Hertha BSC in die Spur zurückzubringen", sagte Gegenbauer am frühen Mittwochmorgen zum Auftakt seiner zweiten Präsidenten-Amtszeit, die nach dem Willen der Vereinsbasis sportlich zunächst wieder in der 2. Liga beginnen soll.

Nach der einzigartigen, acht Stunden langen Mitgliederversammlung im vollen Saal 1 der Berliner Messe durfte sich der 62 Jahre alte Unternehmer als strahlender Sieger feiern lassen. Er hatte als einziger Anwärter für das Präsidentenamt nicht nur klare 73,2 Prozent der Stimmen auf sich vereint, sondern bei der Wahl des Vizepräsidenten und der restlichen Präsidiumsmitglieder auch seine Wunschkandidaten durchgebracht. "Das war ein Vertrauensvorschuss für die Arbeit in der Zukunft", sagte Gegenbauer erschöpft, aber zufrieden kurz vor 03.00 Uhr morgens.

Von einer sogenannten Opposition, die seit Wochen Gegenbauers und Preetz' Rücktritt gefordert und zu Beginn des Wahlabends T-Shirts mit der Aufschrift "Zeit für Veränderung" verteilt hatte, war zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu hören. Mit emotionalen Appellen hatten die Kritiker noch versucht, Gegenbauer die Wahl zu vermasseln. Gegen eine flammende Rede hatten sie aber keine Chance: jener von Jos Luhukay.

Wahlkampfstrategisch perfekt inszeniert schwor der neue Trainer zu Beginn der Versammlung die Fans auf die nächste Saison ein, versprach attraktiveren Fußball und forderte alle zum gemeinsamen Kraftakt auf. Und plötzlich waren Gegenbauer und Preetz nicht mehr verantwortlich für sportliche Talfahrt, Trainerpossen und Relegationschaos, sondern vor allem für die Verpflichtung des charismatischen und eloquenten Niederländers. Am Ende des Abends wusste Gegenbauer, wem sein Dank gebührt, und lobte Luhukay: "Hut ab, wie er hier aufgetreten ist."

Der Trainer hatte schon bei seiner offiziellen Präsentation von der 2. Liga gesprochen, an die sich Hertha langsam gewöhnen müsse. Am Abend erwähnten sämtliche Redner durchwegs den Wiederaufstieg. Nach zwei juristischen Schlappen vor DFB-Gerichten kann ein Gang Herthas vor das Ständige Schiedsgericht quasi ausgeschlossen werden.

"Wir haben ein Meinungsbild eingeholt", sagte Gegenbauer zu dem deutlichen Votum der Mitglieder, nach dem Skandalspiel von Düsseldorf nicht auch noch das Ständige Schiedsgericht anzurufen. Das Vorgehen in dieser Causa war als Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung gesetzt worden und gleich mehrere Anhänger sprachen sich dafür aus, die Sache zu beenden und den Club nicht weiter zu blamieren.

Offiziell wollen die Verantwortlichen weiter die schriftliche Urteilsbegründung des DFB-Bundesgerichts abwarten, die in dieser Woche erwartet wird. Dann will Manager Preetz "das angemessen mit unseren Juristen bewerten und zu einem Ergebnis kommen".

Dass der Ex-Stürmer weiterhin die Geschicke des Hauptstadtclubs lenken darf, hat er der energischen Fürsprache von Gegenbauer und der Konzeptlosigkeit seiner Gegner zu verdanken. War in den vergangenen Tagen noch harsche Kritik von vielen Präsidiumskandidaten zu hören, so präsentierten sich diese den 3252 wahlberechtigten Mitgliedern erstaunlich kleinlaut. Die Konsequenz: Bis auf Ingar Pering schaffte es kein einziger Kritiker der bisherigen Clubführung in das Gremium.

Bezeichnend für den Stimmungsumschwung in der Fanszene war kurz vor 01.00 Uhr morgens die Wahlrede von Ex-Profi Michael Sziedat, der Gegenbauer und Preetz wie schon in den Vortagen heftig angriff und dem Duo Versagen vorwarf. Als Kritik aus dem Auditorium kam, drehte Sziedat schnell resigniert ab und verließ kopfschüttelnd das Podium. Den Einzug ins Präsidium verpasste er deutlich.

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