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Hertha zieht Schlussstrich nach 35 Tagen

20.06.2012, 12:36 Uhr | dpa

Hertha BSC Berlin zieht Schlussstrich nach 35 Tagen. Änis Ben-Hatira soll sich bereits nach einem neuen Verein umgeschaut haben.

Änis Ben-Hatira soll sich bereits nach einem neuen Verein umgeschaut haben. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Nach 35 Tagen mit juristischen Auseinandersetzungen und quälender Ungewissheit hat Hertha BSC seinen sechsten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga akzeptiert und schaut nun nach vorn.

Nach dem verkündeten Verzicht auf einen Einspruch beim Schiedsgericht gegen die Wertung des Relegationsspiels gegen Fortuna Düsseldorf (2:2) konzentriert sich der mit 34,7 Millionen Euro verschuldete Zweitligist auf die Personalplanung für die neue Saison, die am Sonntag mit dem Trainingsauftakt beginnt.

Auflaufen wird auf der Trainingsgelände vorerst nur ein Rumpfteam. Wegen des juristischen Streits hat Hertha viel Zeit verloren und noch keine Transfers tätigen können. Aussortiert hat Manager Michel Preetz in Andrej Mijatovic (Ingolstadt), Tunay Torun (VfB Stuttgart), Christian Lell, Andreas Ottl und Patrick Ebert (neue Vereine offen) bisher ein Quintett, doch auch Änis Ben-Hatira soll laut Medienberichten vor dem Absprung stehen. Der Club Baniyas SC aus Abu Dhabi soll dem Stürmer angeblich sechs Millionen Euro für einen Vier-Jahres-Vertrag geboten haben.

Zweistellige Millionensummen erhofft sich Hertha durch den Verkauf seiner Perlen Raffael und Adrian Ramos, doch offenbar entsprechen die bisherigen Angebote noch nicht den Vorstellungen des Hauptstadtclubs. Ramos wird wegen Länderspielverpflichtungen mit Kolumbien ebenso ein verlängerter Urlaub eingeräumt wie Roman Hubnik, der mit dem tschechischen Team das EM-Viertelfinale erreicht hat. Dem Innenverteidiger drücken die Herthaner besonders die Daumen, denn mit jedem Tag bei der EM erhöhen sich die Abstellungskosten für den klammen Hauptstadtclub um 9300 Euro. Somit kassiert Hertha bisher für Hubnik rund 260 000 Euro und würde im Falle des Finaleinzugs der Tschechen sogar 353 000 Euro einstreichen können.

Das Gerüst der neuen Mannschaft soll für Neutrainer Jos Luhukay Spieler wie Hubnik, Thomas Kraft, Fabian Lustenberger, Ronny oder Peter Niemeyer bilden, die ihren Verbleib in Berlin auch in der 2. Liga signalisiert haben. Doch da Kraft und auch Lewan Kobiaschwili zum Saisonauftakt wegen der Vorkommnisse im Relegationsspiel gesperrt sind und der Wiedereinstieg von Stürmer Pierre-Michel Lasogga nach Kreuzbandriss auf sich wartenlässt, steht Luhukay vor einer Mammutaufgabe, ein schlagkräftige Mannschaft zu formieren.

Einige weitere Personalien sollen in den kommenden Wochen geklärt werden, so die Frage der Weiterbeschäftigung von Maikel Aerts oder Christoph Janker. Neu zum Team stoßen die Rückkehrer Marvin Knoll (Dynamo Dresden) und Daniel Beichler (SV Ried), die in der vergangenen Saison ausgeliehen waren, sowie der 17-jährige Kapitän des frisch gebackene deutschen B-Jugendmeisters Hany Mukhtar.

Wenn Hertha auch nach "eingehender, reiflicher Überlegung" davon Abstand nahm, das ständige Schiedsgericht anzurufen, so sind die juristischen Kämpfe gegen den DFB nicht ausgestanden. So wehrt sich Hertha gegen das Urteil des DFB-Kontrollausschusses, den Verein wegen der Vorfälle im Chaosspiel mit einer Geldstrafe von 50 000 Euro zu belegen und die Zahl der heimischen Fans im ersten Heimspiel der Zweitliga-Saison auf 15 000 zu begrenzen.

Das Relegations-Rückspiel am 15. Mai war unter skandalösen Umständen zu Ende gegangen. Nachdem zuvor sowohl aus dem Hertha-Block als auch von Düsseldorf-Fans Pyrotechnik abgebrannt und auf den Rasen geworfen wurde, hatten Zuschauer noch vor dem Schlusspfiff das Spielfeld gestürmt. Erst nach einer 20-minütigen Unterbrechung war die Partie fortgesetzt worden. Das 2:2 besiegelte den sportlichen Abstieg der Hertha. Das Sportgericht und das Bundesgericht des DFB hatten danach die Proteste der Berliner abgewiesen.

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