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1. FC Köln: Die Gründe für den verpatzten Saisonstart

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1. FC Köln schliddert ins erste Krisen-Gerede

28.08.2012, 11:35 Uhr | t-online.de

1. FC Köln: Die Gründe für den verpatzten Saisonstart. Kölner Fassungslosigkeit nach dem verpatzten Saisonstart.  (Quelle: dpa)

Kölner Fassungslosigkeit nach dem verpatzten Saisonstart. (Quelle: dpa)

Der 1. FC Köln ist in der harten Realität der 2. Bundesliga angekommen. Nur drei Spieltage hat es gebraucht, da stehen die Geißböcke auf genau dem Tabellenplatz, mit dem sie die letzte Saison - allerdings eine Liga höher - abgeschlossen hatten: auf Platz 17. Und auch der Einzug in die zweite Pokalrunde kann nicht überdecken, dass der Umbruch, den der FC vor der Saison vollzogen hat, noch nicht annähernd gefruchtet hat. Trainer Holger Stanislawski blickt auf einen Kader voller Baustellen. Doch einige macht er sich auch selbst.

Vor der Saison hatten die Kaderplaner des FC beschlossen, einen Schnitt zu machen und sich von den vermeintlichen Leistungsträgern und teuersten Spielern im Kader zu trennen. Dieser Schritt war unausweichlich, immerhin belasten den Klub über 30 Millionen Euro Schulden. Mit Stanislawski als neuem Trainer und einem verjüngten Kader sollte die Zweitligasaison angegangen werden. Bewusst verzichtete man darauf, den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel vorzugeben. Immerhin hatten die klammen Kassen dafür gesorgt, dass Köln kaum gestandene Profis als Neuzugänge präsentieren konnte. Die Folgen deckte der FC Erzgebirge Aue beim 2:0 (1:0) gegen die Geißböcke nun gnadenlos auf.

Pechvogel Pezzoni und die Kölner Defensivschwäche

Das wohl beste Beispiel für eine der beiden größten Baustellen im Kader des FC war die Leistung von Defensivspieler Kevin Pezzoni. Das Spiel in Aue zeigte, warum der 23-Jährige eigentlich keine Zukunft mehr bei den Kölnern hat und bereits seit drei Transferperioden immer wieder als Verkaufskandidat gilt. Bei den Fans ist er längst unten durch. Und dennoch lief er in Aue auf - und dem Spiel hinterher. Bereits in der 34. Minute war sein Arbeitstag zu Ende, ein Gegentor verschuldet und Gelb-Rot-gefährdet wurde er noch vor dem Pausenpfiff mit seiner Auswechslung erlöst: die Höchststrafe für einen Profi.

Dass Pezzoni überhaupt auflief, daran hatte auch Stanislawski selbst mitgewirkt. Immerhin ließ er Christian Eichner auf der Bank schmoren, zog Innenverteidiger Kevin Wimmer auf dessen Linksverteidiger-Position und brachte für Wimmer im Zentrum eben jenen Pezzoni. Doch anstatt den Fehler in der 34. Minute zu korrigieren, brachte er statt Eichner den selbst für die 2. Liga mittlerweile viel zu langsamen Kevin McKenna. Es scheint, dass der vor einem Jahr noch Bundesliga-reife Eichner aktuell selbst Zweitliga-Ansprüchen nicht mehr genügt oder ein Problem mit dem Trainer hat. Egal, wie man es wendet, hatte das Problem am Ende die gesamte Kölner Defensive, gegen die Aue zwei Tore erzielen und noch weitere hätte erzielen können. "Es war heute relativ einfach, gegen uns die beiden Tore zu machen", gestand Stanislawski hinterher. "Und vorn haben wir zu viel liegen gelassen."

Kölner Sturmflaute eine Folge des Sparkurses

Womit er die zweite große Baustelle bereits in Visier nahm. Vor der Saison verließen mit Lukas Podolski, Milivoje Novakovic und Slawomir Peszko drei der stärksten Offensivspieler den FC. Doch während sich Mit-Absteiger 1. FC Kaiserslautern die zwei Top-Stürmer Albert Bunjaku und Mohamadou Idrissou an Bord holte, musste Stanislawski zugeben: "Solche Typen, die 15 Tore in einer Saison machen, können wir uns nicht leisten." Stattdessen stehen im Kader der Kölner mit Mikael Ishak und Kacper Przybylko zwei hoffnungsvolle Sturmtalente und mit Chong Tese ein erfahrener Zweitligaangreifer. Der Sturm eines Aufstiegsaspiranten liest sich anders.

Und schon ist das erste Gerede einer Krise im unruhigen Kölner Umfeld nicht weit. "Das Wort Abstiegskampf nehme ich nicht in den Mund. Wir haben noch 31 Spiele Zeit", wehrte Thomas Bröker nach dem Spiel zwar ab. Doch der Kölner Boulevard rasselt schon wieder mit den Säbeln. Stanislawski hingegen erbat weiter Geduld für sein junges Team. "Ich werde jetzt nicht kommen und mit der Streitaxt draufhauen. Wir müssen es besser machen, das steht außer Frage, aber dabei werde ich den Jungs helfen", sagte der 42-Jährige. Einziger Lichtblick im Kölner Spiel war einmal mehr die neue Nummer eins. Timo Horn, der auf Michael Rensing als neuer Stammkeeper folgte, zeigte sich erneut tadellos. Schon vor der Saison hieß es, er solle als Beispiel für den Kölner Umbruch stehen. Noch steht er mit diesem Beispiel aber ziemlich alleine da.

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