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Kölner Chaoten ekeln Spieler Kevin Pezzoni raus

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Pezzoni verlässt 1. FC Köln wegen unverbesserlicher Chaoten

01.09.2012, 09:07 Uhr | t-online.de, sid

Kölner Chaoten ekeln Spieler Kevin Pezzoni raus. Kevin Pezzoni spielt nicht mehr für den 1. FC Köln. (Quelle: imago)

Kevin Pezzoni spielt nicht mehr für den 1. FC Köln. (Quelle: imago)

Jetzt haben die Fans des 1. FC Köln den ersten Spieler "auf dem Gewissen". Denn was eigentlich nur nach einer harmlosen Meldung über eine Vertragsauflösung in beiderseitigem Einvernehmen klingt, ist eine weitaus dramatischere Geschichte. Kevin Pezzoni hat die Rheinländer nämlich nicht freiwillig verlassen. Er sah sich durch Bedrohungen von Chaoten zu diesem Schritt genötigt - ein im deutschen Profi-Fußball wohl bisher einmaliger Vorgang.

"Eine Gruppe von Menschen hat Pezzoni in dieser Woche vor dessen Privatwohnung aufgelauert, ihn angepöbelt und ihn massiv bedroht", erklärte FC-Trainer Holger Stanislawski.

Chaoten drohen an der Wohnungstür

In den Tagen zuvor war Pezzoni bereits regelgerecht gemobbt worden. Zunächst wurde er beim Spiel in Aue bespuckt. Dann wurde eine Facebook-Gruppe "Kevin-Pezzoni-und-Co.-aufmischen" gegründet. In dieser wurde dazu aufgefordert, am Donnerstag um 15 Uhr am Geißbockheim zu erscheinen und "Pezzoni zu zeigen, wo es lang geht". Der Klub verständigte die Polizei.

Doch damit war nicht genug. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, standen dann fünf Chaoten vor Pezzonis Wohnungstür. "Komm raus, wir hauen dir einen rein", sollen sie gerufen haben. Ans Auto des Spielers klebten sie Zettel mit Beleidigungen.

"Es wäre untragbar gewesen, hier weiter zu spielen"

Der Spieler zog nun die Konsequenz. "Es wäre untragbar gewesen, hier weiter zu spielen", erklärte Vater Franco Pezzoni gegenüber der "Bild"-Zeitung. Nach fünf Jahren und 99 Pflichtspieleinsätzen, in denen der Spieler drei Tore erzielte, verlässt er nun die Rheinländer.

Stanislawski hat das Geschehene "mehr als nachdenklich" gemacht. Er sieht "eine Grenze überschritten, wenn abends Chaoten vor der Tür stehen, mit körperlicher Gewalt drohen und der Spieler nicht mal mehr auf die Straße gehen kann."

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