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Horstmann: Entscheidung für den Menschen Pezzoni getroffen

03.09.2012, 17:29 Uhr | dpa

Horstmann: Entscheidung für den Menschen Pezzoni getroffen. Claus Horstmann ist der Vorsitzende der Geschäftsführung des 1.

Claus Horstmann ist der Vorsitzende der Geschäftsführung des 1. (Quelle: dpa)

Köln (dpa) - Fragen an Claus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung des Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln, in der Causa Kevin Pezzoni.

Haben Sie eine Erklärung, warum das Phänomen Hooligans, Attacken auf Spieler, speziell beim 1. FC Köln so stark ausgeprägt ist?

"Das ist eine schwere Frage. Wir werden hier nichts schönreden. Es hat sicherlich etwas mit der sportlichen Situation der vergangenen Monate zu tun, auch mit dem Abstieg. Da ist bei den Anhängern eine sehr große Frustration aufgekommen. Das muss man aber trennen von Aggressionen gegen einzelne Spieler. Das ist absolut inakzeptabel. Doch auch da muss man vorsichtig sein, das als rein Kölner Phänomen zu sehen. Das Überschreiten von Grenzen findet leider auch andernorts statt."

Der FC ist durch seine Hooligans immer wieder negativ aufgefallen. Was können Sie, was können Vereine im Allgemeinen tun, um das einzudämmen?

"Der 1. FC Köln, insbesondere auch der neue Vorstand und der neue Präsident Werner Spinner, haben sich dieses Themas sehr, sehr konsequent angenommen. Es ist eine Arbeitsgruppe gegründet worden, es gibt ein Projekt mit der Uni Hannover, um das aufzuarbeiten und neue Ansätze für den Fan-Dialog zu finden. Natürlich geht es immer um das Thema, konsequent zu sein. Das heißt: Bei allen Vorfällen, die wir hatten, wo Täter personalisiert und festgestellt werden konnten, sind wir mit allen Möglichkeiten, die wir haben, vorgegangen. Das betrifft Themen wie Stadionverbot, Schadenersatz, Regressnahme für Strafen, die wir zahlen müssen. Die identifizierten Täter bestrafen zu können, ist das Ziel. Wir werden auch die Technik im Stadion aufwerten, andere Kameras einsetzen, um noch schneller sein und reagieren zu können. Und wir werden weiter Aufklärungsarbeit betreiben. Durch den Start des Projekts mit der Uni Hannover und der Arbeitsgruppe sehen wir uns gewappnet. Auf jeden Fall steht das Thema bei uns ganz oben auf der Tagesordnung."

Sie haben das Vorgehen in Sachen Kevin Pezzoni als alternativlos bezeichnet ...

"Wir haben diese Entscheidung der Vertragsauflösung nicht getroffen, weil einige Verrückte sich da vollkommen falsch verhalten. Wir werden mit dem Thema Gewalt weiter mit aller Konsequenz umgehen. Aber es gibt die individuelle Situation. Kevin war viereinhalb Jahre bei uns. Und im vergangenen Jahr sind immer wieder einzelne Themen hochgekommen. Da sind wir dann in den Gesprächen mit ihm und mit seinem Vater, der auch sein Berater ist, im Sinne von Kevin zu einer schnellen Entscheidung gekommen. Das war eine Entscheidung im Einzelfall für den Spieler, keine Standardlösung. Und es ist keine, um einen Präzedenzfall für Fußball-Deutschland zu haben. Wir haben ja gleichzeitig den Finger in die Wunde gelegt und das Thema öffentlich gemacht. Man muss diese Dinge trennen. Das eine ist eine Entscheidung für den Menschen, für den Spieler, der ab sofort eine neue Zukunft gestalten kann, auch fußballerisch. Das andere ist die Situation, diese Themen aufzuarbeiten und konsequent gegen Straftäter vorzugehen. Sie zu identifizieren. Und Selbstreinigungsprozesse beschleunigen zu können."

Hat der 1. FC Köln Kevin Pezzoni empfohlen, Strafanzeige zu stellen?

"Über Kevin und seine Familie ist so viel hereingebrochen. Unser Anwalt und der Anwalt der Familie Pezzoni sind in Kontakt. Sie stimmen die Themen ab. Natürlich können wir eine Anzeige nur empfehlen. Wir sind ja auch sehr konsequent und hart gegen diese Facebook-Einträge, die gegen Kevin gerichtet waren, vorgegangen und haben die Polizei eingeschaltet. Da haben wir auch empfohlen, Anzeige zu erstatten. Aber weitere Anzeigen sind letztendlich eine Sache von Kevin und seiner Familie."

Bekommt Kevin Pezzoni vom 1. FC Köln noch eine Abfindung?

"Mit dem Thema sind wir 48 Stunden oder sogar noch kurzfristiger vor dem Ende des Transferfensters konfrontiert worden. In den Gesprächen mit Sportlicher Leitung und Trainer haben wir dann eine Lösung im Sinne des Spielers gesucht. Wir haben noch nicht einmal eine Alternative für Kevins Position. In den Kaderplanungen war Kevin gesetzt. Umso schwerer war natürlich die Entscheidung für uns. Aber über weitere Vertragsinhalte und Formen der Aufhebung möchte ich mich nicht äußern. Wir haben im Sinne Kevins und für ihn eine Entscheidung gesucht."

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