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FC Union Berlin: DFB fordert wegen Schmäh-Plakat eine Stellungnahme

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DFB fordert wegen Schmäh-Plakat Union-Stellungnahme

10.09.2012, 13:29 Uhr | dpa

Berlin (dpa) - Dem Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin droht nach der 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC ein juristisches Nachspiel. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) forderte den Verein zu einer schriftlichen Stellungnahme auf, wie ein Union-Sprecher bestätigte.

Grund ist ein im Zuschauerbereich von Union-Fans hochgehaltenes Schmähplakat gegen den DFB. "Wir werden alles daran setzen, die verantwortlichen Personen zu identifizieren. Wer auf diese Weise dem Verein schadet, muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen", erklärte Union-Präsident Dirk Zingler.

Union hatte bereits am Freitag auf seiner offiziellen Webseite das Transparent "mit beleidigendem Inhalt gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund" verurteilt und sich offiziell beim DFB entschuldigt. "Wir haben uns in den letzten Wochen sehr stark für einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Verbänden, Vereinen und Fans eingesetzt. Voraussetzung für jeden Dialog ist gegenseitiger Respekt. Die Beleidigung von Dialogpartnern entzieht jeder Kommunikation die Grundlage und ist nicht hinnehmbar", wurde Zingler zitiert.

Das Transparent war auch schon am 26. März 2012 beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (0:4) auf der Waldseite im Stadion An der Alten Försterei hochgehalten worden. Damals hatten sich Union-Anhänger mit Gäste-Fans solidarisiert, die nach Ausschreitungen laut DFB-Urteil eigentlich vom Spiel ausgeschlossen waren. Dennoch waren mehrere Hundert Fans aus Frankfurt zum Spiel nach Berlin gekommen.

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