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Aufsteiger SV Sandhausen: Auch ohne Hopp kein Flop

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Aufsteiger SV Sandhausen: Auch ohne Hopp kein Flop

18.09.2012, 11:08 Uhr | dpa

Aufsteiger SV Sandhausen: Auch ohne Hopp kein Flop. Trainer Gerd Dais ist stolz mit dem SV Sandhausen aufgestiegen zu sein.

Trainer Gerd Dais ist stolz mit dem SV Sandhausen aufgestiegen zu sein. (Quelle: dpa)

Sandhausen (dpa) - Der Stolz ist Gerd Dais anzumerken. "Es war schon stark, dass wir den Aufstieg ganz alleine geschafft haben", sagt der Trainer des SV Sandhausen, dem der kaum für möglich gehaltene Aufstieg in die zweite Fußball-Bundesliga gelang - zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte.

Noch vor einigen Jahren wäre der kleine Club im Nordwesten Baden-Württembergs vom großen Nachbarn 1899 Hoffenheim verschlungen worden. Aus seinem Heimatverein wollte Milliardär und Mäzen Dietmar Hopp 2005 zusammen mit dem SV Sandhausen und dem FC Walldorf eine Fußball-Hochburg in der Rhein-Neckar-Region schmieden. Doch die Sandhäuser fürchteten, ein Anhängsel zu werden, und nahmen Abstand. "Es war die richtige Entscheidung, dass wir da nicht mitgemacht haben", sagt Dais, der im Februar 2011 seine zweite Amtszeit in Sandhausen begann. "Wir hätten unsere Eigenständigkeit verloren."

Eine Finanzspritze hätte der SV Sandhausen sicherlich gut gebrauchen können. Für die Zweitliga-Tauglichkeit musste der Aufsteiger kräftig investieren. Für rund 2,5 Millionen Euro wurde das kleine Hardtwaldstadion modernisiert. Jetzt passen 12 100 Zuschauer hinein, es gibt eine Stehplatztribüne und eine Rasenheizung. Noch ist vieles provisorisch an der Jahnstraße, Bauarbeiter werkeln an den VIP-Logen und das Büro des Trainers wird bei Heimspielen zur Schiedsrichter-Kabine umfunktioniert. "Wir sind noch nicht in allem bundesligatauglich", sagt Dais.

Sportlich behauptet sich der kleine Club mit den 700 Mitgliedern inzwischen in der zweiten Liga, trotzte den Etablierten wie Köln oder Dresden Punkte ab und hat sich nach fünf Spieltagen im Mittelfeld der Tabelle (Platz 10) festgesetzt. Im DFB-Pokal trifft Sandhausen in der zweiten Runde auf den FC Schalke 04. "Vor einigen Jahren hätten wir für Teams wie Hertha oder Köln das Antrittsgeld bezahlen müssen, damit sie gegen uns spielen", sagt Dais. "Jetzt spielen wir in einer Liga, das ist schon Wahnsinn."

Auf große Einkaufstour konnte der SV Sandhausen vor der Saison nicht gehen. Der bekannteste Neuzugang Fabio Morena kam ablösefrei vom FC St. Pauli. Dass man die ganz großen Namen nicht mit Geld oder Ruhm in die beschauliche 14 500-Seelen-Gemeinde locken kann, weiß auch der Trainer. "Unsere Stärke ist sicherlich die familiäre Atmosphäre im Verein. Das sollten wir beibehalten, das sollte unser Merkmal sein."

Kapitän Frank Löning, seit 2010 beim SVS, fühlt sich "pudelwohl" in Sandhausen und schmiedet schon große Pläne. Realistisches Ziel sei zwar der Klassenverbleib, aber nach ganz oben schaue man schon, sagt der 31-Jährige. "Von der ersten Bundesliga träume ich schon mein ganzes Leben." Dort könnte es mit dem großen Nachbarn zum Lokalduell kommen - wenn 1899 dann überhaupt noch in der Bundesliga spielt.

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