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Vom Aufstieg will bei der Eintracht niemand reden

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Vom Aufstieg will bei der Eintracht niemand reden

25.09.2012, 12:07 Uhr | dpa

Vom Aufstieg will bei der Eintracht niemand reden. Für die Mannschaft von Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht läuft es derzeit prächtig.

Für die Mannschaft von Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht läuft es derzeit prächtig. (Quelle: dpa)

Braunschweig (dpa) - Das Wort "Aufstieg" hört Torsten Lieberknecht in diesen Wochen ziemlich oft. Darüber reden will der Trainer von Eintracht Braunschweig aber nicht so gerne.

Der Tabellenführer der 2. Liga genießt lieber die komfortable Situation im Fußball-Unterhaus, und der Trainer wiegelt ab und bezeichnet die bisher gewonnen Punkte als "Nebenprodukt".

16 "Nebenprodukte" hat der ehemalige Skandalclub, der bei seinem bisher letzten Zweitliga-Ausflug 2006/07 fünf Trainer verschliss, schon gesammelt. "Die Punkte, die wir auf dem Konto haben, sind uns nicht geschenkt worden", sagte Manager Marc Arnold: "Deshalb sind wir Erster, und zwar zu Recht."

Angesichts des fast perfekten Starts - der Zweitliga-Rekord des niedersächsischen Nachbarn Hannover 96 mit acht Auftakt-Siegen bleibt bestehen - wird im fußballverrückten Braunschweig bereits über die mögliche Bundesliga-Rückkehr diskutiert. "Wir freuen uns, dass wir wieder Euphorie entfacht haben", kommentierte Arnold, ohne von eigenen Aufstiegsambitionen zu reden.

"Es darf gerne vom Aufstieg geträumt werden, allerdings nicht bei uns in der Mannschaft", betonte Dennis Kruppke jüngst im NDR. Der Mannschaftskapitän und Torjäger Domi Kumbela gehören zu den Korsettstangen eines homogenen und gut eingespielten Teams.

Die Kontinuität auf und neben dem Platz sind das Braunschweiger Erfolgsgeheimnis. Trainer Lieberknecht und Sportdirektor Arnold haben seit 2008 das Sagen beim deutschen Meister von 1967. Der spielte beim Amtsantritt in der Regionalliga Nord und sprang damals "dem Tod von der Schippe", wie Lieberknecht es nennt.

In vier Jahren formte das Duo Lieberknecht/Arnold eine Mannschaft, die mit relativ wenig Geld 2011 den Aufstieg in die 2. Liga schaffte. Auch danach wurde der Kader nur punktuell verstärkt. "Wir haben das Glück, dass wir seit Jahren zusammenwachsen konnten", berichtete Kruppke.

"Es hat uns geholfen, dass wir seit Jahren kontinuierlich arbeiten können", sagte auch der Trainer: "Dadurch können wir viele Dinge automatisieren." Bis auf den von Alemannia Aachen geholten Kevin Kratz stehen in der Regel Spieler in der Startelf, die bereits in der vergangenen Saison zum Kader gehörten.

In dieser Saison ist vor allem die Abwehr das Prunkstück der Eintracht. In sechs Partien kassierten die Braunschweiger nur zwei Gegentore. "Mit so einer Leistung sind wir eine Mannschaft, die schwer zu schlagen ist", lobte Lieberknecht sein Team. Das hört sich nicht danach an, als ob der Höhenflug so schnell beendet sein wird.

Das Remis am Sonntag bei 1860 München war der erste Punktverlust nach fünf Siegen, zugleich aber auch ein Bewerbungsschreiben für die Bundesliga, in der die Eintracht zuletzt 1985 spielte. Beide "Löwen"-Teams boten hochklassigen Fußball. Die Braunschweiger gönnten sich allerdings keinen Wiesn-Besuch, flogen direkt nach Hause und begannen mit der Vorbereitung auf die restlichen Partien der englischen Woche. Der MSV Duisburg und der 1. FC Kaiserslautern als nächste Gegner gehörten kurioserweise ebenso wie 1860 und die Eintracht zu den Bundesliga-Gründungsmitgliedern.

Die Euphorie der Eintracht-Fans ist so groß, dass der Verkauf der Dauerkarten inzwischen gestoppt werden musste. Und auch für Felix Magath wäre ein Aufstieg der Eintracht keine große Überraschung mehr. "Vorige Saison waren sie gut, jetzt sind sie sehr gut", lobte der Trainer des 50 Kilometer entfernten VfL Wolfsburg den niedersächsischen Nachbarclub.

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