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Naki trifft gegen Ex-Verein St. Pauli - Union siegt

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Naki trifft gegen Ex-Verein St. Pauli - Union siegt

21.10.2012, 15:45 Uhr | dpa

Naki trifft gegen Ex-Verein St. Pauli - Union siegt. Für Paderborn erzielt Deniz Naki (r) gegen seinen Ex-Kollegen Jan-Philipp Kalla den Ausgleich.

Für Paderborn erzielt Deniz Naki (r) gegen seinen Ex-Kollegen Jan-Philipp Kalla den Ausgleich. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Ausgrechnet der Ex-Hamburger Deniz Naki verhinderte den ersten Auswärtssieg des FC St. Pauli in der 2. Fußball-Bundesliga. Gegen seine "alte Liebe" erzielte Naki am Sonntag den 1:1-Ausgleich für den SC Paderborn.

Pauli bleibt auf einem Abstiegsplatz, das Kopfball von Daniel Ginczek reichte nicht. "Ich werde St. Pauli immer lieben, aber in den 90 Minuten musste die Liebe aufhören", meinte Naki. Ebenfalls 1:1 (0:0) trennten sich der VfR Aalen und Energie Cottbus. Boubacar Sanogo (70.) hatte die Gäste mit einem Kopfball in Führung gebracht, doch Martin Dausch (84.) rettete den Aalenern zuhause einen Punkt. Union Berlin feierte durch ein Handelfmetertor von Torsten Mattuschka einen wichtigen 1:0-Heimsieg gegen den FSV Frankfurt. "Wir haben von Minute zu Minute mehr Angst bekommen vor dem Fehler", sagte Union-Coach Uwe Neuhaus erleichtert nach dem Schlusspfiff.

Derweil marschieren Eintracht Braunschweig und Hertha BSC an der Tabellenspitze vorweg. Der ungeschlagene Spitzenreiter aus Braunschweig setzte seinen Höhenflug am 10. Spieltag mit einem 2:0-Erfolg bei Dynamo Dresden fort. Der erste Verfolger und Aufstiegsfavorit Hertha BSC hatte am Freitagabend mit demselben Ergebnis die Hürde beim VfL Bochum genommen.

Anschluss an die Eintracht (26 Punkte) sowie die Berliner (21) hält mit 20 Zählern der weiterhin ungeschlagene 1. FC Kaiserslautern, der Aufsteiger SV Sandhausen auf dem Betzenberg mit 3:1 abfertigte. Energie Cottbus (18) büßte dagegen am Sonntag mit einem 1:1 beim VfR Aalen zwei wertvolle Punkte ein. Boubacar Sanogo ließ die Lausitzer nach seinem sechsten Saisontreffer jubeln, aber Martin Dausch entriss den Gästen sechs Minuten vor dem Abpfiff den Sieg. Am Montagabend könnten die Münchner "Löwen" mit einem Heimsieg gegen Erzgebirge Aue an Cottbus vorbei auf den vierten Platz vorrücken.

"Die Mannschaft ist noch reifer geworden", lobte Braunschweigs Trainer Thorsten Lieberknecht nach dem achten Sieg im zehnten Spiel: "Sie hat gelernt und lässt sich auch nicht mehr von einem Hexenkessel wie in Dresden aus der Ruhe bringen." Das 2:0 der Niedersachsen vor 27 513 Zuschauern sicherten Dennis Kruppke mit seinem fünften Saisontor sowie Stürmer Dominick Kumbela. Dynamo stand nach den Platzverweisen von Romain Bregerie (51. Minute) und Robert Koch am Ende nur noch mit neun Mann auf dem Rasen. Leiberknecht sprach von einer "taktisch starken Leistung" über die kompletten 90 Minuten..

Der echte Aufstiegstest folgt nun am kommenden Samstag im eigenen Stadion gegen die Hertha, die sich unter ihrem neuen Trainer Jos Luhukay ebenfalls mehr und mehr zu einem Spitzenteam entwickelt. Peer Kluge und Marcel Ndjeng schossen in Bochum nach der Pause den Sieg heraus. "Wir haben hinten nur ganz wenig zugelassen. Und vorne verfügen wir über genügend Qualität, um immer ein Tor zu machen", kommentierte Kapitän Peter Niemeyer.

Das bislang spektakulärste Saisonspiel erlebten mehr als 11 000 Zuschauer in Regensburg. Gastgeber Jahn wurde am Samstag vom "Schweden-Virus" erfasst. Die Profis des Aufsteigers fühlten sich nach ihrem 2:3-Schock gegen den 1. FC Köln wie die deutschen Nationalspieler nach dem verrückten 4:4 im Länderspiel gegen Schweden. Bis zur 87. Minute hatte Regensburg mit 2:0 geführt, dann kippten Anthony Ujah (87.), Dominic Maroh (90.) und Sascha Bigalke (90.+3.) die Partie. Trainer Holger Stanislawski konnte das Kölner Glück kaum fassen: "Wir haben 86 Minuten alles falsch gemacht, was wir falsch machen konnten. Man müsste sich fast schon entschuldigen für den Sieg."

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