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12 Minuten und 12 Sekunden Schweigen: Fans protestieren

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12 Minuten und 12 Sekunden Schweigen: Fans protestieren

22.11.2012, 13:07 Uhr | dpa

12 Minuten und 12 Sekunden Schweigen: Fans protestieren. Der Fangipfel in Berlin hat die verschiedenen Gruppierungen zusammenrücken lassen.

Der Fangipfel in Berlin hat die verschiedenen Gruppierungen zusammenrücken lassen. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Mit einer konzertierten Schweigeaktion wollen die Fans im deutschen Fußball gegen das geplante Sicherheitskonzept protestieren. 12 Minuten und 12 Sekunden soll es an den drei Bundesliga-Spieltagen vor dem 12. Dezember in den Kurven still sein.

An diesem Tag will der Ligaverband mit seinen 36 Proficlubs bei seiner Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main das umstrittene Positionspapier verabschieden.

Derweil hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) in der bundesweiten Debatte um das neue Konzept noch einmal versichert, dass es in den Stadien keine Ganzkörperkontrollen geben werde. Bis zu diesem Donnerstag hatten die Vereine Gelegenheit, sich zu den Nachbesserungen zu äußern.

Die Fans lehnen das Papier ab. "Wir gehen von einer flächendeckenden Aktion aus", sagte Philipp Markhardt, Sprecher von "12doppelpunkt12", am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Mehrere Fan-Organisationen von Vereinen haben im Internet bereits ihre Teilnahme an den Protestaktionen angekündigt.

Beschlossen worden war die Aktion bei einem Treffen von Ultra-nahen Gruppierungen von 47 Vereinen am Rande des offiziellen Fan-Treffens zum Thema Gewalt im Fußball am 1. November in Berlin. Die Aktion beginnt in der kommenden Englischen Woche der 1. und 2. Liga. Da die 3. Liga am Dienstag und Mittwoch nicht spielt, wollen Anhänger bereits an diesem Wochenende protestieren. Am 8. Dezember seien zudem Demonstrationen in verschiedenen Städten geplant, sagte Markhardt, der auch Sprecher von "Pro Fans" ist.

Diese Organisation und "Unsere Kurve" hatten erneut Kritik an dem Konzept geübt. Man begrüße die Richtungskorrektur des Ligaverbandes und erachte den Weg des Dialogs als längst überfällig. "Trotz erster positiver Ansätze enthält die überarbeitete Version weiter Punkte, die ... nicht diskutabel sind", heißt es aber auch in einer gemeinsamen Erklärung.

Das Misstrauen der Fan-Organisationen ist immer noch groß - vor allem beim Thema Ganzkörperkontrollen beim Stadioneinlass. Das will die DFL nicht übergreifend verordnen, sondern in Einzelfällen den Vereinen in Zusammenarbeit mit der Polizei überlassen.

"Das neue Papier enthält zwar das Wort Vollkontrollen nicht mehr, dennoch findet man weiterhin Umschreibungen, die letzten Endes darauf hinauslaufen. Solche Kontrollen greifen zu sehr in die Persönlichkeitsrechte aller Fans ein, weswegen wir das Entkleiden weiter kategorisch ablehnen. Dies ist auch nur einer von weiteren sehr kritischen Punkten", erklärte Markhardt.

Die DFL betonte auch: "Ein Automatismus, wonach Fan-Gruppierungen in ihrer Gesamtheit bei Fehlverhalten einzelner bestraft werden, war und ist nicht vorgesehen." Der Ligaverband trete zudem weiter konsequent für den Erhalt der Stehplätze als wichtigem Bestandteil der Fußball-Kultur ein.

Der Ligaverband hofft nach den vielen emotionalen Auseinandersetzungen auf eine Versachlichung der Diskussion. "Dieser Wunsch richtet sich ausdrücklich an alle Beteiligten - Politik, Polizei, aber auch die Vertreter der organisierten Fans", heißt es in der Mitteilung. Zur Mitgliederversammlung würden nun konkrete Anträge unter Einbeziehung der Rückmeldungen der Clubs sowie der Vertreter der organisierten Fans erarbeitet.

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