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Bundesliga-Schiedsrichter zufrieden mit Hinrunde

13.01.2013, 13:58 Uhr | dpa

Bundesliga-Schiedsrichter zufrieden mit Hinrunde. Lutz Michael Fröhlich sieht nur wenig Korrekturbedarf.

Lutz Michael Fröhlich sieht nur wenig Korrekturbedarf. (Quelle: dpa)

Mainz (dpa) - Trotz mitunter massiver Kritik in der Bundesliga-Hinrunde haben die Schiedsrichter-Chefs des Deutschen Fußball-Bundes ein zufriedenes Halbzeit-Fazit gezogen.

DFB-Abteilungsleiter Lutz Michael Fröhlich sieht "nur ganz wenig Korrekturbedarf" - vor allem bei der Ahndung von Armeinsätzen der Spieler in Luft- und Laufduellen. Dies bemängelte Fröhlich bei der Tagung der Referees der ersten und zweiten Liga am Wochenende in Mainz.

In Einzelfällen wurden Ellbogenchecks an den ersten 17 Spieltagen nicht hart genug bestraft. Dass die Profis bei Kopfballduellen immer häufiger ihre Arme einsetzen, erschwert den Unparteiischen die Entscheidung über Rot oder nicht Rot. "Hier haben wir uns mit den Schiedsrichtern die Situationen aus der Hinrunde noch einmal angeschaut und die Fälle zum Maßstab genommen, in denen bei Schlagbewegungen oder übermäßige Härte in Form von Armeinsätzen gegen den Kopf des Gegners konsequent Feldverweise ausgesprochen wurden", erklärte Fröhlich in einer DFB-Pressemitteilung.

Auffällig für die Spielleiter war auch eine Häufung von Handspielsituationen, die unter Fans und Experten für heftige Diskussionen sorgte: Absicht oder nicht - ganz so einfach machen es sich die Schiedsrichter nicht. Bei ihren Herbststützpunkten haben die Referees dieses Thema schon aufgearbeitet.

"Die dort besprochenen Beurteilungsmaßstäbe, wie zum Beispiel die fahrlässig oder vorsätzlich vom Körper abgespreizten Arme, mit denen Spieler ihre Körperfläche vergrößern, wurden bei den Entscheidungen angemessen berücksichtigt", sagte Fröhlich.

Das größte Aufsehen beim Streitthema Handspiel hatte es im Fall Marcel Schmelzer gegeben. Der Nationalspieler von Borussia Dortmund war beim 2:3 gegen den VfL Wolfsburg unberechtigterweise vom Platz geflogen. WM-Referee Wolfgang Stark räumte seinen Fauxpas ein - und der DFB stellte das Verfahren ein.

"Natürlich gab es auch Fehler, doch die richtigen Entscheidungen, auch in sehr schwierigen Situationen, überwiegen bei weitem", bilanzierte Herbert Fandel, Vorsitzender der DFB-Schiedsrichter-Kommission, und betonte: "Es ist Linie erkennbar, das Niveau der Spielführung ist sehr hoch, auch international anerkannt auf einem Toplevel - so wie es sich für eine Topliga gehört." Insgesamt 52 Spielszenen hatten Fröhlich und Hellmut Krug, der Schiedsrichter-Experte der Deutschen Fußball Liga (DFL), den Spielleitern bei der Tagung vorgespielt.

Für Fröhlich haben die Unparteiischen vor allem bei Abseitsentscheidungen "Beachtliches geleistet - bei zum Teil unglaublich knappen Situationen". In der Hinrunde seien nur 20 Szenen in den Medien diskutiert worden, in der Vergangenheit sei die Zahl doppelt so hoch gewesen.

Kein Drama sieht die Schiedsrichter-Kommission bei den Debatten der Trainer am Spielfeldrand mit den vierten Unparteiischen, die fast schon zum Beiprogramm eines TV-Spielberichts gehören. "Das Verhalten von beiden Seiten war ganz überwiegend im Rahmen. Es war insgesamt kommunikativ und dialogorientiert, so wie es sein muss. Es gab nur wenige Ausnahmefälle, wo übertrieben gestikulierend reklamiert wurde", sagte Fröhlich.

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