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TSV 1860 München: Investor Ismaik stänkert erneut gegen Präsident Dieter Schneider

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Ismaik: "Wir haben den Zeitpunkt verpasst"

20.01.2013, 16:07 Uhr | sid, dpa, t-online.de

TSV 1860 München: Investor Ismaik stänkert erneut gegen Präsident Dieter Schneider . Sven-Göran Eriksson arbeitet ab sofort als Technischer Direktor bei Al-Nasr. (Quelle: imago/Team 2)

Sven-Göran Eriksson arbeitet ab sofort als Technischer Direktor bei Al-Nasr. (Quelle: Team 2/imago)

Die Chaos-Tage bei Zweitligist TSV 1860 München nehmen einfach kein Ende. Der arabische Investor Hasan Ismaik hat nun Präsident Dieter Schneider die Schuld am geplatzten Deal mit Star-Trainer Sven-Göran Eriksson gegeben. Er mache Schneider und dessen Unterstützer "natürlich dafür verantwortlich. Im Klub geht es zu sehr um Politik, kaum um den Sport. Herr Eriksson hat erkannt, dass 1860 schwere strukturelle Probleme hat."

Außerdem ist kein klares sportliches Konzept erkennbar. Das macht es für einen Mann wie ihn schwer", sagte Ismaik in der Münchner "AZ" und erhob einmal mehr schwere Vorwürfe gegen seinen Lieblingsfeind Schneider, den er seit Monaten zum Rücktritt drängt.

Ismaik kritisiert Schneider erneut

Eriksson sei im November "noch sehr enthusiastisch" gewesen. "Wir haben einfach den Zeitpunkt verpasst", führte Ismaik weiter aus. Bei den Löwen seien "viele Dinge passiert, die auch ihm nicht verborgen geblieben sind. Als er mitbekommen hat, wie skeptisch Herr Schneider sich zu seiner Person geäußert hat, hat Eriksson es sich wohl anders überlegt".

Auch wenn Ismaik am vereinbarten Dreijahresplan festhalten will, hofft er bei der Mitgliederversammlung der Sechziger im Februar auf "einen Generationswechsel in der Vereins-Führung" und darauf, "dass Menschen an die Macht kommen, die den Sport und die Entwicklung der Mannschaft in den Vordergrund stellen und weniger interessiert sind an politischen Ränkespielchen. Menschen, die sich gerne Herausforderungen stellen und Visionen haben für das Wohl des Klubs."

Neuer Job für Eriksson

Weiterhin sieht der Jordanier auch 1860-Trainer Alexander Schmidt nur als Übergangslösung. Er gebe "sein Bestes, man hat mir berichtet, dass die Mannschaft nun besser spielt, das erkenne ich an. Aber ich möchte eine sehr starke Mannschaft aufbauen, und dafür brauchen wir sicherlich auch einen Trainer, der im Profibereich bereits Erfolge gefeiert hat und der international anerkannt ist - so wie es Eriksson ist", sagte Ismaik.

Nach der Absage an den TSV 1860 München hat Eriksson stattdessen in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen neuen Job gefunden. Er wird ab sofort Technischer Direktor bei Al-Nasr, teilte der Klub mit. Wie Al-Nasr-Sprecher Mohammed Mubarak bestätigte, habe der 64 Jahre alte Schwede das Angebot seines Clubs angenommen. Über Vertragsdetails wurde nichts bekannt.

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