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1860 München: Hintergrund zum Machtkampf bei den Löwen

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Hintergrund: Machtkampf beim TSV 1860 München

07.03.2013, 15:31 Uhr | dpa

1860 München: Hintergrund zum Machtkampf bei den Löwen. Die Chemie zwischen Investor Hasan Ismaik (l) und Club-Präsident Dieter Schneider stimmt nicht.

Die Chemie zwischen Investor Hasan Ismaik (l) und Club-Präsident Dieter Schneider stimmt nicht. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Nach monatelangem Gezerre ist der Machtkampf beim Fußball-Zweitligisten 1860 München zwischen Investor Hasan Ismaik und Präsident Dieter Schneider beendet. Der 65 Jahre alte Vereinsboss hat am Donnerstag sein Ausscheiden angekündigt.

Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert einige Schlaglichter des Streits seit Frühjahr 2012.

27.03.2012: Das Präsidium demonstriert Einigkeit mit Ismaik, dem nachgesagt wird, Schneider loswerden zu wollen. "Wir haben klar gesagt, dass wir als Team erfolgreich sein wollen. Es wurde weder über Köpfe geredet, noch wurden Köpfe gefordert. Wir fangen jetzt an, den Weg zu leben. Jeder wird alles dafür tun", betont Geschäftsführer Robert Schäfer.

06.05.2012: Ismaik legt einen Businessplan vor, mit dem er den Verein bis 2015 in die Bundesliga hieven will. "Mein Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren Erstligist zu sein", sagt Ismaik. Schneider betont aber, die Finanzen konsolidieren zu wollen.

17.11.2012: 1860 München trennt sich angesichts ausbleibender Erfolge von Trainer Reiner Maurer. Als Nachfolger wird Regionalliga-Coach Alexander Schmidt befördert - erst einmal bis zur Winterpause.

24.11.2012: Unter den Augen von Sven-Göran Eriksson, der als Wunschkandidat von Ismaik die "Löwen" erneut live verfolgt, verpasst Schmidt in seinem ersten Zweitliga-Spiel knapp den Sieg bei Union Berlin.

26.11.2012: Präsident Schneider wiegelt angesichts des erneuten Auftritts von Eriksson ab: "Das Ganze wird ein bisschen hochgehängt. Der Investor hat sich über Eriksson eine zweite Meinung über die Mannschaft eingeholt."

27.11.2012: Beim 1:0-Heimsieg gegen den SC Paderborn holt Schmidt den ersten Dreier. Eriksson sitzt wieder auf der Tribüne, beteuert aber: "1860 braucht keinen neuen Trainer."

16.12.2012: Schmidt soll "Löwen"-Coach bis zum Saisonende bleiben, erklärt Schneider.

17.12.2012: Schmidt registriert selbstbewusst seinen Verbleib bis zum Saisonende. "Ganz ehrlich: Diese Entscheidung hat mich nicht überrascht. Ich bin sehr ehrgeizig und möchte diesen Verein wieder in die Spur bringen."

02.01.2013: Investor Ismaik attackiert Präsident Schneider und die gesamte Vereinsführung. "Warum sollte ein alter Mann wie Schneider am Präsidentenposten festhalten? Die einzige Erklärung ist, dass seine persönlichen Interessen und sein Öffentlichkeitsdrang ihn dort halten."

03.01.2013: "Überrascht und irritiert" reagieren die "Löwen" auf den harschen Vorstoß Ismaiks in aller Öffentlichkeit. Persönliche Angriffe seien "kontraproduktiv", erklären Präsidium und Aufsichtsrat.

07.01.2013: Ein Treffen zwischen Ismaik und der Vereinsführung endet im Eklat. "Ich kann mit diesen Leuten nicht arbeiten", klagt der jordanische Investor - und lässt durchblicken, sein Engagement bei 1860 beenden zu wollen.

09.01.2013: Bei einem Schlichtungstreffen in Abwesenheit Ismaiks wird den Vereinsgremien ein Kompromissvorschlag des Investors unterbreitet.

10.01.2013: Ismaik schlägt nun auch öffentlich versöhnliche Töne an. "Für mich ist das Projekt noch lange nicht vorbei", sagt er in einem Interview. "Wir haben ein gemeinsames Ziel und müssen Kompromisse finden."

15.01.2013: Nach einer fast siebenstündigen Sitzung ist tief in der Nacht endlich eine Einigung gefunden. Eriksson soll künftig zusammen mit Schmidt als 1860-Trainer agieren. Ismaik erklärt sich mit dieser Lösung zufrieden.

18.01.2013: Erneute Wende: Eriksson sagt den "Löwen" und Ismaik ab.

20.01.2013: Ismaik erkennt in Schneider den Verantwortlichen für die Eriksson-Absage. "Natürlich mache ich Schneider verantwortlich dafür. Im Club geht es zu sehr um Politik, kaum um den Sport."

07.03.2013 Schneider kündigt an, nicht für eine weitere Amtszeit als fürs Präsidentenamt kandidieren zu wollen. "Das Thema Präsidiumsbesetzung hat inzwischen ein Niveau erreicht, das für das ohnehin angeschlagene Ansehen des Vereins schädlich ist", sagt er.

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