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Lizenzrunde: "Sorgenkinder" befürchten Hausaufgaben

13.03.2013, 12:47 Uhr | dpa

Lizenzrunde: "Sorgenkinder" befürchten Hausaufgaben. Roland Kentsch ist das Prozedere der Lizenzierung bereits gewöhnt.

Roland Kentsch ist das Prozedere der Lizenzierung bereits gewöhnt. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Bis zum Freitag müssen alle 36 Vereine der 1. und 2. Fußball-Bundesliga ihre Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren abgegeben haben. Die Prüfung durch die DFL gilt als streng. Auf Sorgenkinder wie den MSV Duisburg kommen Nachbesserungen zu.

Auf weitere Hausaufgaben haben sich einige Clubverantwortliche vor dem anstehenden Lizenzierungsverfahren durch die Deutsche Fußball Liga längst eingestellt. "Wir erwarten durch die Liga Bedingungen, die wir abarbeiten werden", sagte Roland Kentsch, Geschäftsführer des Zweitligisten MSV Duisburg. Er ist das Prozedere, bei dem die DFL nicht nur die gesamte wirtschaftliche Situation der Vereine durchleuchtet, mittlerweile gewohnt. Bis zum Freitag müssen alle 36 Clubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga ihre Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren zur Saison 2013/14 fristgemäß einreichen.

Die DFL überprüft in dem Verfahren neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Vereine unter anderem auch infrastrukturelle, rechtliche und sportliche Kriterien. Alle Vereine werden im Herbst erneut auf ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit überprüft. Insbesondere durch diese zweite Runde gilt das Lizenzierungsverfahren der DFL als besonders streng und international führend. "Eine Lizenz des Ligaverbands ist ein Gütesiegel für professionelle Strukturen", heißt es von Seiten der DFL.

Dem MSV Duisburg wäre dieses Gütesiegel bei der jüngsten Prüfung beinahe abhanden gekommen. Durch die sportliche Situation in der Abstiegszone fehlten dem Verein eingeplante Einnahmen aus TV-Geldern. Weil sich auch potenzielle Sponsoren zunächst zurückhielten, drohte im vergangenen November die Insolvenz. Als mögliche Strafe stand auch ein Punktabzug durch die DFL im Raum. Der Verein konnte mit Hilfe von Unterstützern und dem Transfer von Andre Hoffmann für rund 800 000 Euro an Hannover 96 aber kurzfristig mehrere Millionen Euro aufbringen und den wirtschaftlichen Kollaps verhindern.

Mittlerweile hat sich die Situation etwas entspannt, zu den Sorgenkindern des deutschen Profifußballs gehört der MSV aber weiterhin. "Wir gehen natürlich davon aus, dass wir auch in der neuen Saison in der 2. Bundesliga spielen", meinte Kentsch. Mitte April werden die Vereine von der DFL über die Lizenzerteilung benachrichtigt. Clubs, die dann noch weitere Bedingungen erfüllen müssen, haben dafür bis zum 23. Mai Zeit.

Einige Ligarivalen der Duisburger können sich ebenfalls auf ein Nachsitzen einstellen. Erzgebirge Aue erhält meistens die Aufforderung zur Nachbesserung der Stadionumfeld-Bedingungen. Sorgen plagten zuletzt den VfL Bochum, der allerdings vor wenigen Wochen durch die Teilnahme am DFB-Pokal-Viertelfinale nicht eingeplante Einnahmen verzeichnen konnte. Allgemein bangen Abstiegskandidaten wie Dynamo Dresden um ihre Existenz, weil vergleichsweise geringe TV-Gelder in der 3. Liga Etatlücken verursachen.

Bei 1860 München, fast schon einem traditionellen Problemclub in der 2. Liga, scheint es diesmal keinerlei Probleme mit der Lizenz zu geben. Durch den angekündigten Rückzug von Präsident Dieter Schneider ist nach monatelangen Differenzen nun auch der jordanische Investor und Hauptgeldgeber Hasan Ismaik besänftigt. Keine Schwierigkeiten bei der Lizenzvergabe sieht auch der FC St. Pauli. "In den letzten Jahren gab es aufgrund der positiven Gesamtentwicklung unseres Vereins keinerlei Beanstandungen beim Lizenzierungsverfahren. Und da es bei uns keine signifikanten Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren gibt, gehen wir nicht davon aus, dass Probleme auftreten werden", meinte Michael Meeske, Geschäftsführer des Zweitligisten.

Beim benachbarten Bundesligisten Hamburger SV wird zwar für das laufende Geschäftsjahr ein Minus im zweistelligen Millionenbereich erwartet. Einen negativen Bescheid im Lizenzierungsverfahren befürchtet der Vorstandsvorsitzende Carl Edgar Jarchow aber nicht. Schließlich stehen dem HSV für den Nachweis der Zahlungsfähigkeit allein aus einer im Vorjahr erzielten Fan-Anleihe 17,5 Millionen Euro zur Verfügung.

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