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1860 München: Investor Hasan Ismaik schaltet Anwalt ein

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1860: Investor schaltet Anwalt ein

10.04.2013, 15:01 Uhr | dpa

1860 München: Investor Hasan Ismaik schaltet Anwalt ein. 1860-Investor Ismaik ist auf Präsident Monatzeder derzeit nicht gut zu sprechen. (Quelle: imago/Sven Simon)

1860-Investor Ismaik ist auf Präsident Monatzeder derzeit nicht gut zu sprechen. (Quelle: imago/Sven Simon)

1860 München kommt nicht zur Ruhe. Der Zweitligist wartet auf weitere Millionen seines Investors Hasan Ismaik. Der Jordanier schickt aber zunächst kein Geld, sondern schaltet einen Anwalt ein.

Die erste Partnerschaft zwischen einem deutschen Fußball-Profiklub und einem Investor aus Arabien steht vor einer weiteren ernsthaften Belastungsprobe. Der Jordanier Hasan Ismaik hat nach der Forderung des Zweitligisten, die verabredeten Millionenbeträge im Rahmen des gemeinsamen Dreijahresplanes für den Bundesliga-Aufstieg zu überweisen, zunächst eine Münchner Anwaltskanzlei eingeschaltet.

Ismaik lässt Rechtslage prüfen

"Wir wurden von Herrn Ismaik beauftragt, die Rechtslage zu prüfen und ihn hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise zu beraten", heißt es in einem Schreiben des Münchner Wirtschafts- und Medienanwalts Michael Scheele an die Vereinsführung des TSV 1860 München. Danach würde man sich "gerne" mit der Vereinsführung zu einem Meinungsaustausch treffen, kündigte Scheele an.

Die Tonlage zwischen Ismaik und einigen Vereinsverantwortlichen sowie Trainer Alexander Schmidt hatte sich zuletzt verschärft. Ismaik hatte in der vergangenen Woche bei einem Besuch in München im Rahmen eines Strategiewechsels unter anderem die Ablösung von Sportdirektor Florian Hinterberger zum Saisonende gefordert. Daraufhin habe es "diskreditierende Äußerungen" über Ismaik gegeben.

Öffentliche Äußerungen sollen unterbleiben

In dem Brief an den neuen Präsidenten Hep Monatzeder, Aufsichtsratschef Otto Steiner und Geschäftsführer Robert Schäfer schreibt der Anwalt, dass es im Interesse aller Beteiligten wäre, wenn in der Zwischenzeit "öffentliche Bemerkungen über 'kulturelle' Unterschiede und/oder 'andersartige Mentalitäten' unterbleiben, mit denen das Verhalten unseres Mandanten charakterisiert wurde".

Nach dem Eingang von erforderlichen Unterlagen prüfe die Kanzlei Verträge und Unterlagen der Vertragspartner. Ismaik sei der Ansicht gewesen, dass es an der Zeit sei, die "rechtlichen und finanziellen Verhältnisse" zu überprüfen.

Der neue 1860-Präsident Monatzeder hatte den Eingang der mit Ismaik vereinbarten Raten von angeblich mehr als zehn Millionen Euro für die kommenden zwei Spielzeiten angemahnt. Erst danach würde man sich mit den Forderungen des Investors beschäftigen. Ismaik hatte den Zweitligaklub vor zwei Jahren mit seinem millionenschweren Einstieg vor einer Insolvenz bewahrt.

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