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Köln bleibt trotz Rückschlag ruhig

23.04.2013, 10:27 Uhr | dpa

Köln bleibt trotz Rückschlag ruhig. Christian Clemens muss mit Köln auf die nächsten Spieltage hoffen.

Christian Clemens muss mit Köln auf die nächsten Spieltage hoffen. (Quelle: dpa)

Duisburg (dpa) - Holger Stanislawski sah keinen Grund, Frust zu schieben oder seine Spieler zu verdammen. Trotz des Rückschlags, den der 1. FC Köln beim 1:1 (1:0) gegen den MSV Duisburg in der Nachspielzeit hinnehmen musste, versuchte der Kölner Trainer demonstrativ Gelassenheit auszustrahlen.

"Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat sich zwar nicht belohnt, aber wieder eine Menge geleistet und kann aus Spielen wie diesen lernen", meinte Stanislawski.

Köln hatte am Montagabend mehrere hochkarätige Torchancen ausgelassen und wurde durch Dustin Bomheuer, der unmittelbar vor dem Abpfiff den Ausgleich für den bis dahin völlig überforderten MSV markierte, für seine Nachlässigkeiten bestraft. Im Fernduell mit dem 1. FC Kaiserslautern (52 Punkte) um den Relegationsplatz liegt Köln (50) bei noch vier anstehenden Spieltagen um zwei Zähler und die um elf Treffer schlechtere Tordifferenz im Hintertreffen. Köln ist folglich auf mindestens einen Patzer der Pfälzer angewiesen.

"Unsere Ausgangslage ist ein bisschen schwieriger geworden, aber abgerechnet wird erst am Schluss", sagte FC-Angreifer Stefan Maierhofer. Auch Kaiserslautern werde noch Punkte lassen, glauben die Kölner. "Wir dürfen eben bis zur letzten Minute nicht ein Prozent an Konzentration nachlassen", befand Maierhofer. In Duisburg war das den FC-Profis nicht gelungen. Zwar schmerzte der späte Ausgleich, doch nach dem 1:0 durch einen Kunstschuss von Thomas Bröker (23.) hatte der FC noch über ein halbes Dutzend Chancen.

Doch Christian Clemens und seine Kollegen konnten Felix Wiedwald kein zweites Mal überwinden. Der gut aufgelegte MSV-Keeper deckte mit der mangelhaften Chancenverwertung das markanteste Kölner Defizit auf. "Die Zahl unserer geschossenen Tore ist in dieser Saison bestimmt kein Spitzenwert", erklärte Verteidiger Dominic Maroh, warum die Offensive (37 Saisontreffer) nur Mittelmaß ist. Eine Woche zuvor genügte der Stanislawski-Elf ein Tor in der Nachspielzeit zum 1:0-Sieg gegen Aalen.

Die Schockstarre nach der gefühlten Niederlage dauerte beim FC aber nur kurz an. Geradezu cool blieben die als äußerst emotional geltenden Kölner. Trainer und Team versuchten sich schon auf das nächste Match am Sonntag (13.30 Uhr) gegen 1860 München zu fokussieren. "Wenn du auf dem Hosenboden sitzt, musst du eben wieder aufstehen", sagte Stanislawski. Er kann auf breite Unterstützung hoffen: "Über 7000 Kölner waren mit in Duisburg, bei uns ist etwas zusammengewachsen."

"Köln hatte Pech an den Schuhen, wir das nötige Glück. Die positive Energie der Fans wurde von den Rängen auf das Spielfeld übertragen", meinte MSV-Coach Kosta Runjaic. Das 1:1 sicherte dem MSV, der in der Hinrunde lange auf dem letzten Tabellenplatz rangierte, vor der Duisburger Saison-Rekordkulisse von 27 029 Zuschauern einen weiteren wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Keine der vier Spitzenteams (Hertha, Braunschweig, Kaiserslautern, Köln) konnten in dieser Spielzeit in Duisburg gewinnen.

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