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Paderborn trennt sich von Trainer Schmidt

05.05.2013, 17:26 Uhr | dpa

Paderborn trennt sich von Trainer Schmidt. Der SC Paderborn und Trainer Stephan Schmidt haben sich getrennt.

Der SC Paderborn und Trainer Stephan Schmidt haben sich getrennt. (Quelle: dpa)

Paderborn (dpa) - Der SC Paderborn und Trainer Stephan Schmidt gehen getrennte Wege. Wie der Fußball-Zweitligist am Sonntag mitteilte, wurde die seit Saisonbeginn währende Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beendet.

Der Tabellen-Elfte reagierte damit auf die sportliche Talfahrt. "Um im Endspurt der Saison noch einmal einen Impuls zu setzen, haben wir uns zu einer einvernehmlichen Trennung entschlossen. Jetzt hat die Mannschaft für die verbleibenden Saisonspiele keine Ausreden mehr", kommentierte Präsident Wilfried Finke die Entscheidung.

Für die Duelle mit dem TSV 1860 München und beim MSV Duisburg übernimmt der ehemalige Profi René Müller, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, interimsmäßig die Position des Chef-Trainers. "Wir sind René sehr dankbar, dass er sich dieser Herausforderung stellt, und wir sind sicher, dass er die Mannschaft zum Klassenerhalt führen wird", sagte Manager Sport Michael Born.

Nach zuletzt sechs sieglosen Partien ist Paderborn der Abstiegszone bedrohlich nahe gekommen. Zwei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Abstand zum Drittletzten aus Dresden fünf Punkte. Das unnötige 1:2 am Freitag in Dresden gab den Ausschlag für die insgesamt elfte vorzeitige Trennung von einem Trainer in der laufenden Zweitliga-Saison. Sowohl Mittelfeldspieler Alban Meha (26.) als auch Angreifer Mahir Saglik (83.) verschossen einen Elfmeter und brachten Paderborn damit um den vorzeitigen Klassenverbleib.

Der 36 Jahre alte Stephan Schmidt war im Juli 2012 inmitten der Vorbereitung auf die neue Saison als Trainer des Wolfsburger U 19-Teams nach Paderborn gewechselt und hatte dort einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Damit hatten die Ostwestfalen kurzfristig auf den überraschenden Wechsel von Vorgänger Roger Schmidt zu Österreichs Meister und Pokalsieger Red Bull Salzburg reagiert.

Der neue Coach ist in Paderborn ein alter Bekannter und mit 20 Treffern nach wie vor bester Zweitliga-Torschütze in der Geschichte des Vereins. Seit der Saison 2012/2013 steht er wieder beim SCP unter Vertrag, leitete zuletzt das Nachwuchsleistungszentrum und trainierte die U 23 des Clubs in der Westfalenliga. Nach seinem Kurz-Einsatz als Zweitliga-Coach wird er sich wieder auf die Arbeit im Nachwuchsbereich konzentrieren.

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