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MSV Duisburg nach Lizenz-Verweigerung: "Ein schlimmer Tag"

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MSV Duisburg nach Lizenz-Verweigerung: "Ein schlimmer Tag"

20.06.2013, 07:44 Uhr | dpa

MSV Duisburg nach Lizenz-Verweigerung: "Ein schlimmer Tag". Der MSV Duisburg erhält keine Lizenz für die Saison 2013/14 der 2.

Der MSV Duisburg erhält keine Lizenz für die Saison 2013/14 der 2. (Quelle: dpa)

Duisburg (dpa) - Dem MSV Duisburg bleibt der Sturz in die 3. Fußball-Liga nicht erspart. Das Ständige Schiedsgericht wies am Mittwoch den Einspruch des Vereins gegen die Verweigerung der Zweitliga-Lizenz für die Saison 2013/14 ab.

"Wir haben die Schlacht nicht heute verloren. Wir fühlen uns alle leer und traurig. Das ist ein schlimmer Tag für den MSV und den Fußball", sagte MSV-Aufsichtsratschef Jürgen Marbach nach dem Urteil in Frankfurt/Main. "Der MSV gehört in den Profifußball und nicht in die dritte Liga. Es ist eine todtraurige Atmosphäre."

Nach der Rückkehr der MSV-Vertreter vom Main wurden sie am Abend von rund 2500 Fans vor dem Duisburger Stadion gefeiert. "Im Nachhinein müssen wir uns eingestehen, dass wir keine Chance hatten", meinte Marbach vor den Anhängern. "Die bei uns das Mandat hatten, haben uns in diese Situation gebracht." Gemeint ist damit vor allem der entlassene Geschäftsführer Roland Kentsch, den der Club zusammen mit weiteren Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen will. "Wir werden jetzt jedwede Möglichkeit des Regress prüfen", so Marbach.

Profiteur des Duisburger Zwangsabstiegs ist der SV Sandhausen, der nun als Tabellen-17. der 2. Bundesliga nicht absteigt. "Wir freuen uns wahnsinnig, dass wir eine zweite Chance bekommen", sagte Geschäftsführer Ottmar Schork dem TV-Sender "Sky". "Jetzt haben wir Planungssicherheit." Club-Präsident Jürgen Machmeier erklärte: "Das ist etwas ganz Besonderes für uns. Das ist seltener als ein Sechser im Lotto, was uns widerfahren ist."

Die Duisburger, die 2008 aus der Bundesliga abgestiegen waren, müssen nun die Planungen für die 3. Liga vorantreiben. Die Lizenzunterlagen sind dafür bereits am Dienstag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht worden. Ob sie die Anforderungen für die Lizenzerteilung erfüllen, ist noch offen. "Jetzt versuchen wir mit aller Macht die dritte Liga zu realisieren", sagte Marbach.

"Es hat nicht ganz gereicht, das müssen wir akzeptieren. Es war ein faires Verfahren und es war nicht aussichtslos", meinte Horst Kletke, der Rechtsbeistand der Duisburger. "Es ist traurig für den MSV, aber das Schiedsgericht hat die Klage abgewiesen", erklärte der Kammer-Vorsitzende Udo Steiner. "Der MSV hat die Liquidität am 23. Mai nicht nachweisen können. Deshalb war die Entscheidung der DFL richtig."

In den vom MSV Duisburg eingereichten Lizenzunterlagen soll es mehrere Beanstandungen gegeben haben. Sogar von Rechenfehlern und angeblich unlauteren Kreditbedingungen von Sponsoren war die Rede. Für den Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes hatte es jedenfalls genug Gründe gegeben, den Spielerlaubnis wegen der fehlenden wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu verweigern.

Während des Verhandlungs-Marathons am Main hatte sich die MSV-Mannschaft mit Chefcoach Kosta Runjaic auf dem Trainingsgelände zum Essen versammelt und den Spruch des Schiedsgerichts abgewartet. Nachdem viele Profis vor dem Urteil noch von Hoffnung sprachen, war die Enttäuschung nach dem definitiven Zweitliga-Aus groß. Bisher haben nur Torwart Roland Müller und Tanju Öztürk sowie Sportdirektor Ivica Grlic sich bereiterklärt, für einen Neubeginn in der 3. Liga zur Verfügung zu stehen.

"Wir dürfen allen Danke sagen für ihren Einsatz und viel Glück und Erfolg für ihre weitere Karriere wünschen", sagte Udo Kirmse, Vorstandsvorsitzender des MSV. "Ich bin mir sicher, dass wir diese positiven Emotionen, die wir zuletzt erlebt haben, als Sprungbrett für den neuen MSV nutzen können."

Auch die Fans hatten mit vielfältigen Solidaritätsaktionen hinter dem Verein gestanden, nach dem sie Ende Mai nach der Verweigerung der Lizenz noch wütend protestiert hatten. "Ich hoffe, dass es wie in den letzten Tagen friedlich bleibt", appellierte Marbach.

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