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NRW-Clubs kämpfen mit ihren Finanzen

20.06.2013, 11:36 Uhr | dpa

NRW-Clubs kämpfen mit ihren Finanzen. Udo Kirmse, Vorstandsvorsitzender des MSV Duisburg, hat schwer zu kämpfen.

Udo Kirmse, Vorstandsvorsitzender des MSV Duisburg, hat schwer zu kämpfen. (Quelle: dpa)

Duisburg (dpa) - Duisburg, Aachen, Wuppertal - quer durch Nordrhein-Westfalen kämpfen Fußball-Traditionsvereine ums finanzielle Überleben.

Aktuellstes Beispiel ist der MSV: Dort sind die Finanzprobleme so akut, dass die Deutsche Fußball Liga endgültig entschied, dem Duisburger Club die Lizenz für die 2. Bundesliga zu verweigern.

Der Zwangsabstieg in die 3. Liga - oder sogar in die Regionalliga West - dürfte die Schwierigkeiten des MSV weiter verschärfen. Der MSV habe die Liquidität im Lizenzierungsverfahren des Ligaverbandes nicht nachweisen können, begründete das Ständige Sportgericht die Ablehnung des Einspruchs gegen die Verweigerung der Zweitliga-Lizenz.

Der MSV wäre nicht der erste Pleite-Club in NRW: Gegen Alemannia Aachen wurde das Insolvenzverfahren Anfang Juni eröffnet. Auch der Regionalligist Wuppertaler SV ist insolvent. In den vergangenen Jahren schlugen sich der VfL Bochum, Schalke 04, Arminia Bielefeld, Rot-Weiß Oberhausen und der KFC Uerdingen mit ihren Finanzen herum - und das sind nur die bekanntesten Beispiele.

Für die finanzielle Misere gibt es oft mehrere Gründe: Mäzenen ziehen sich zurück, die Clubs kaufen zu teure Spieler, die Manager sind doch eher Sportler als Geschäftsmänner und machen schlicht und ergreifend betriebswirtschaftliche Fehler. In Duisburg war wie in Aachen das Stadion eines der Probleme: Der Verein konnte kaum mehr die Miete berappen. Ähnlich ist es in Duisburg, wo der MSV rund 4,5 Millionen Euro Miete jährlich für die Arena-Nutzung zahlen musste.

In den Stadionkosten sieht Ansgar Schwenken, Vorstandsmitglied beim Ligaverband und Finanzvorstand beim VfL Bochum, eine der größten Gefahren für Zweitligaclubs. Gerade nach der Weltmeisterschaft 2006 hätten viele Vereine Spielstätten gebaut oder renoviert, um mit den neuen WM-Stadien mithalten zu können. "Da gibt es sicherlich einige Clubs, die sich mit den Kosten übernommen haben. Insbesondere, wenn sie sportlich nicht den Erfolg hatten," sagt Schwenken.

Im Profifußball brauchen die Vereine vor allem Geld, um den Spielbetrieb und die sportliche Leistung zu sichern. Je niedriger die Liga, desto weniger zahlt das Fernsehen für die Übertragungsrechte. Außerdem stutzen Werbepartner den Etat oder springen gleich ab. Laut Schwenken wollen viele Unternehmen lieber eine Erstligamannschaft im Mittelfeld sponsern als ein Top-Team in der 2. Liga. Wenn das Geld fehlt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Verein absteigt - und noch weniger verdient. Schwenken sieht nur eine Möglichkeit, sich aus diesem Teufelskreis zu befreien: "Die Kosten anpassen, mit Gewalt."

Dass ein hartes Sanierungsprogramm erfolgreich sein kann, zeigt das Beispiel Borussia Dortmund. Vor acht Jahren machte der börsennotierte Fußballclub 79,5 Millionen Euro Verlust und stand vor der Insolvenz. Damals hatte der BVB die Teilnahme an internationalen Turnieren verpasst. Fernsehgelder in Millionenhöhe gingen ihm durch die Lappen. Doch die Dortmunder schafften die Wende: Im Geschäftsbericht 2011/12 stand ein sattes Konzernplus von 27,5 Millionen Euro. Zum aktuellen Fall MSV Duisburg gibt es allerdings einen wichtigen Unterschied: Der BVB bekam trotz seiner Finanzprobleme die Spiellizenz für die höhere Liga.

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