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Ende eines Experiments: "Löwen" trennen sich von Schmidt

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Fußball  

Ende eines Experiments: "Löwen" trennen sich von Schmidt

31.08.2013, 14:04 Uhr | dpa

Ende eines Experiments: "Löwen" trennen sich von Schmidt. Alexander Schmidt ist nicht mehr Trainer von 1860 München.

Alexander Schmidt ist nicht mehr Trainer von 1860 München. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Für das Traumziel Aufstieg hat Fußball-Zweitligist 1860 München das Experiment mit Trainer Alexander Schmidt nach nur neun Monaten beendet.

15 Stunden nach der peinlichen 0:2-Heimpleite gegen den SV Sandhausen gaben die "Löwen" die Trennung von dem 44-Jährigen bekannt. "Wir haben frühzeitig reagiert, um unsere Ziele für die Saison nicht zu gefährden", begründete Geschäftsführer Robert Schäfer den Schritt. Die Entscheidung sei nach der Niederlage "in Abstimmung mit dem Investor" getroffen worden.

Die Trennung von Schmidt ist in der noch jungen Saison im Unterhaus bereits die dritte Trainer-Entlassung. Zuvor hatte bereits Peter Pacult bei Dynamo Dresden gehen müssen, am Donnerstag trennte sich der 1. FC Kaiserslautern von Coach Franco Foda.

"Wir werden ganz in Ruhe einen Nachfolger aussuchen", kündigte "Löwen"-Sportchef Florian Hinterberger an. Vorerst soll Co-Trainer Markus von Ahlen das Team leiten. Schmidt, der zuvor das Regionalliga-Team des TSV 1860 München geleitet hatte, hatte das Amt bei den Profis im vergangenen November als Nachfolger des geschassten Reiner Maurer angetreten.

"Er hat alles getan für den Erfolg", lobte Geschäftsführer Schäfer den beurlaubten Coach. "Die Entwicklung der Mannschaft verlief zuletzt allerdings nicht wie gewünscht." Sportchef Hinterberger verwies auf die mangelnde Akzeptanz von Schmidt bei vielen "Löwen"-Anhängern. "Er hat von Anfang an keine Chance bei den Fans gehabt. Was da teilweise gelaufen ist, war unter der Gürtellinie."

Nun soll allerdings ein neuer Coach für den Schulterschluss beim Traditionsclub sorgen und den deutschen Meister von 1966 endlich zurück ins Oberhaus führen. "Alle müssen jetzt in eine Richtung gehen, um unser Ziel zu verfolgen", sagte Geschäftsführer Schäfer. "Jetzt ist auch die Mannschaft in der Bringschuld."

Und wie. Immerhin hatte das Team zuletzt zwei Niederlagen einstecken müssen und den Sprung auf Tabellenplatz zwei verpasst. Gegen Sandhausen, das zuvor übrigens noch ohne Sieg war, boten die Münchner am Freitag eine desolate Vorstellung. "Das war ein schlapper Auftritt von uns in allen Bereichen", gestand "Löwe" Moritz Volz. Die Quittung waren Pfiffe der eigenen Fans. "Lauter kann man gar nicht pfeifen", erkannte Profi Moritz Stoppelkamp.

Das hatte wohl auch die Vereinsführung gehört - und Schmidt musste gehen. Zurück ins zweite Glied will der selbstbewusste Trainer aber nicht. "Ich werde keinen Co-Trainer mehr machen, egal ob in Barcelona, Madrid oder weiß der Teufel wo", hatte er schon vor Monaten angedeutet." Schaun mer mal.

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