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Union Berlin kündigt nach Spielabbruch hartes Durchgreifen an

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"Dummheit", "Katastrophe"  

Union kündigt nach Randale hartes Durchgreifen an

28.01.2014, 17:53 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Union Berlin kündigt nach Spielabbruch hartes Durchgreifen an. Abbruch des Testspiels zwischen Djurgardens IF und Union Berlin (Quelle: dpa)

Massiver Einsatz von Pyrotechnik sorgte letztlich für den Abbruch des Testspiels zwischen Djurgardens IF und Union Berlin. (Quelle: dpa)

Union Berlin hat nach den schweren Ausschreitungen während des Testspiels bei Djurgardens IF hartes Durchgreifen gegen die mutmaßlichen Täter angekündigt. "Wir haben erlebt, wie Dummheit sehr vielen Menschen ein lang ersehntes Erlebnis zerstört hat. Auf eine dumme Provokation folgte eine dumme Reaktion, sodass die Partie in einem Desaster endete", sagte Unions Präsident Dirk Zingler.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung vermutet die deutsche Polizei, dass die Randale von beiden Seiten geplant war. Demnach sollen auch aus Malmö und Osnabrück Krawallmacher angereist sein. Die Partie musste am Wochenende nach 73 Minuten abgebrochen werden. Raketen und Böller flogen, gewaltbereite Chaoten aus beiden Lagern stürmten auf den Rasen, und die Polizei bekam die Situation kaum in den Griff. Nach Angaben des Klubs seien von der Berliner Polizei bisher 24 Personen identifiziert worden, die im Zusammenhang mit den Vorkommnissen stehen sollen. Der Verein rechnet damit, 50 bis 60 Stadionverbote aussprechen zu müssen.

Bereits vor dem Anpfiff waren etwa 100 Problemfans der Köpenicker auf den Platz gestürmt, nachdem im Block von Djurgardens ein Fan-Transparent des BFC Dynamo entrollt worden war. Der ehemalige Stasi-Klub BFC ist Unions Erzfeind aus DDR-Zeiten und gilt bis heute als verhasst. Offenbar waren BFC-Problemfans mit nach Schweden gereist und hatten sich angeblich mit den Gastgebern verbrüdert, um die Eisernen zu provozieren.

Mattuschka: "Was dort passiert ist, ist eine Katastrophe"

Torsten Mattuschka war auch am Tag nach den Vorfällen noch bedient. "Was dort passiert ist, ist eine Katastrophe. Das hat mit Fußball nichts zu tun und ich hoffe, dass es den beiden Vereinen gelingt, die Täter zu ermitteln. Es tut mir sehr leid für die vielen friedlichen Fans, die sich so gefreut haben und viel Geld ausgegeben haben, um uns nach Stockholm zu begleiten", sagte Unions Kapitän dem "kicker".

Nachdem die Berliner den noch leeren Platz betreten hatten und in Richtung Mittellinie stürmten, flog Pyrotechnik aus dem schwedischen Block auf den Kunstrasen. Später landeten Raketen auch inmitten der Berliner Anhänger, die daraufhin selbst Bengalos zündeten. Die Polizei konnte gerade noch verhindern, dass beide Lager aufeinandertrafen und es vor der Begegnung zu einer wüsten Massenschlägerei kam.

Eskalation im zweiten Abschnitt

"Wir verurteilen dieses Verhalten in aller Deutlichkeit. Jeder einzelne daran Beteiligte muss sich bewusst sein, dass er seinem Verein großen Schaden zugefügt hat", sagte Zingler. Nachdem das Spiel mit 45 Minuten Verspätung angepfiffen worden war, kam es auch während der Begegnung vor 8000 Zuschauern auf den Rängen immer wieder zu Scharmützeln und Übergriffen. Als das BFC-Plakat Mitte der zweiten Hälfte erneut gezeigt wurde und der Ausgleichstreffer (69.) gefallen war, eskalierte die Situation endgültig.

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Es kam wegen des massiven Abbrennens von Pyrotechnik beim Stand von 1:1 zum Abbruch der Begegnung. "Es ist ein trauriger Tag für den Fußball und beide Vereine sind dafür verantwortlich. Wir werden zu klären haben, wie es dazu kommen konnte", sagte Djurgardens Sportdirektor Bosse Andersson. Durch das Abbrennen der Feuerwerkskörper war es im nagelneuen Stadion bei geschlossenem Dach zu einer erheblichen Rauchentwicklung gekommen, und an ein Weiterspielen nicht mehr zu denken.

Eigentlich gilt die volle Konzentration des Teams von Trainer Uwe Neuhaus dem ersten Pflichtspiel des Jahres in knapp zwei Wochen gegen Dynamo Dresden. Der Tabellenfünfte träumt noch vom erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga.

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