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Fußball  

Manipulationsverdacht bei Dresden und Paderborn

29.01.2014, 13:07 Uhr | dpa

Manipulationsverdacht bei Dynamo Dresden und SC Paderborn. Friedhelm Althans ermittelt wegen Wettbterugs.

Friedhelm Althans ermittelt wegen Wettbterugs. Foto: Robin Van Lonkhuijsen. (Quelle: dpa)

Testspiele der Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden und SC Paderborn gegen den russischen Top-Club Rubin Kasan stehen nach Informationen der "Sport Bild" unter Manipulationsverdacht. Zu dieser Erkenntnis kommt auch Friedhelm Althans, Chefermittler im Bochumer Wettskandal-Prozess.

"Sicher ist da etwas auffällig geworden. Natürlich spricht einiges dafür, dass da manipuliert worden ist", sagte Althans der Nachrichtenagentur dpa. Er habe der Europäischen Fußball-Union UEFA in Bezug auf das Dresden-Spiel einen Hinweis gegeben, dass möglicherweise manipuliert wurde.

Beim 3:0 von Dresden gegen Kasan am 19. Januar und auch beim 2:1 des SC Paderborn am 25. Januar gegen den selben Konkurrenten könnten Wettbetrüger hohe Gewinne erzielt haben, wenn sie vorab über die Rubin-Aufstellungen informiert gewesen seien und auf dann tatsächlich eingetretene Siege der deutschen Zweitligisten gesetzt hätten.

Althans sagte der dpa, es könne sich sogar um Millionengewinne gehandelt haben. Die Bochumer allerdings würden in diesen Fällen nicht ermitteln. Sie hätten lediglich Informationen weitergeleitet.

Die Deutsche Fußball Liga ist von Paderborns Manager Michael Born in Kenntnis gesetzt worden. DFL-Sprecher Dirk Meyer-Bosse bestätigte auf dpa-Anfrage, dass DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig von Born telefonisch informiert wurde. Born habe, so die "Sport Bild", die Schiedsrichterleistung in der Partie gegen Kasan als "merkwürdig" empfunden. Bei solchen Auffälligkeiten seien die Clubs angehalten, die DFL zu informieren, führte Born weiter aus.

Althans erläuterte, er sei durch Informationen aus Slowenien auf mögliche Manipulationen aufmerksam gemacht worden. Nach Informationen der "Sport Bild" hätten Buchmacher ungewöhnlich hohe Live-Wetten auf ein Tor für Paderborn gegen den ehemaligen Champions-League-Starter Kasan ab der 85. Minute verzeichnet. In der Schlussphase gab es einen Elfmeter für Paderborn, der zum 2:1-Erfolg der Ostwestfalen führte. In beiden Spielen trat Kasan nicht in Bestbesetzung an.

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