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Greuther Fürth vor Spiel gegen 1.FC Köln: Norovirus legt Kader lahm

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Fußball  

Spitzenspiel: Norovirus legt Fürther lahm

20.02.2014, 16:26 Uhr | dpa

Greuther Fürth vor Spiel gegen 1.FC Köln: Norovirus legt Kader lahm. Frank Kramer empfindet den Verlauf der Saison als "verrückt", nun plagt auch noch ein Virus die Vorbereitung auf das Topspiel.

Frank Kramer empfindet den Verlauf der Saison als "verrückt", nun plagt auch noch ein Virus die Vorbereitung auf das Topspiel. Foto: David Ebener. (Quelle: dpa)

München/Fürth (dpa) - Eine heftige Viruserkrankung legt den Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth kurz vor dem Spitzenspiel beim 1. FC Köln lahm. Über Nacht erkrankten neun Profis sowie mehrere Trainer und Betreuer. Erste Diagnose: Norovirus.

Um eine weitere Verbreitung zu vermeiden und die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, sagten die Franken sogar das Mannschaftstraining ab. "Wir unternehmen alles, um alle Erkrankten schnellstmöglich wieder gesund zu bekommen", sagte Martin Meichelbeck, Leiter des Lizenzbereichs, mit Blick auf das Montagsspiel im Rheinland. Teile des Stadions und des Trainingszentrums sollten desinfiziert werden, die gesunden Spieler derweil individuell trainieren. Das Norovirus ist sehr leicht übertragbar. Es gehört zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall.

Dass Fürth sportlich überhaupt immer noch auf Rang zwei steht, hat die Spielvereinigung allein ihrer Konkurrenz zu verdanken. Die Verfolger patzen momentan genauso verlässlich wie die Franken selbst. "Ich bleibe dabei, dass diese Liga verrückt ist. Wenn einer vor der Saison prophezeit hätte, dass Lautern in Aue verliert, hätte das so mancher nicht geglaubt", erkannte Trainer Frank Kramer. Sein Team wartet nach der Winterpause noch immer auf den ersten Sieg.

Eine Niederlage in Kaiserslautern, ein Remis gegen Karlsruhe - jetzt sollte es für den Bundesliga-Absteiger wieder erfolgreicher laufen, hofft Kramer - sofern die Köln-Partie denn nicht wegen zahlreicher erkrankter Fürther sogar abgesetzt wird. Der Spitzenreiter hat sich inzwischen dank der unsouveränen Verfolger einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf Fürth erarbeitet. "Sie haben doch schon ein Polster und eine Truppe, die relativ konstant ihre Leistung abruft", urteilte Kramer im "Kicker".

Kaiserslautern verlor durch ein überraschendes 0:1 beim Abstiegskandidaten Aue seinen dritten Platz. "Ab Mittwoch bereiten wir uns dann auf das Spiel gegen Aalen vor und werden diese Partie auch gewinnen", kündigte FCK-Coach Kosta Runjaic kämpferisch an - am Sonntag ist sein Team gefordert. Der SC Paderborn, durch Lauterns Patzer auf Rang drei vorgerückt, muss bei 1860 München spielen.

Von Platz fünf schielt Liga-Neunling Karlsruher SC nach zwei Remis in Richtung der Aufstiegsplätze. "Wir reden aber nicht über den Aufstieg oder den Abstand nach vorne", sagte Trainer Markus Kauczinski vor der Partie der Badener gegen den SV Sandhausen am Samstag. Das Team aus der Rhein-Neckar-Region blieb vor dem 0:1 gegen Köln immerhin dreimal hintereinander ungeschlagen und ist als Tabellenachter ebenfalls noch in Reichweite.

Der Tabellenletzte FC Energie Cottbus hat dagegen allein zum Vorletzten Arminia Bielefeld schon acht Punkte Rückstand, was in der Lausitz immer mehr die Forderung nach einem personellen Neuanfang aufkommen lässt. Die dortige Trainer-Ikone Eduard Geyer hat bereits seine Bereitschaft signalisiert, als Nothelfer einzuspringen. "Schließlich hängt mein Herzblut an Cottbus", bekannte er.

In der Vorwoche hatte der 69-Jährige nach Gesprächen mit Energie-Präsident Ulrich Lepsch noch eine Rolle als Sportdirektor abgelehnt, jetzt spricht trotzdem viel für ein Comeback Geyers. Erst Recht dann, wenn am Freitag gegen den Tabellen-15. aus Aue wieder kein Sieg gelingt. Noch-Trainer Stephan Schmidt holte in bisher acht Partien unter seiner Leitung lediglich einen mickrigen Punkt.

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