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Fans sind aufgebracht  

"Neururer raus"-Rufe beim VfL Bochum

26.04.2014, 12:24 Uhr | t-online.de

"Neururer raus"-Rufe beim VfL Bochum. Peter Neururer ist frustriert ob der Leistung seiner Elf. (Quelle: imago/Eibner)

Peter Neururer ist frustriert ob der Leistung seiner Elf. (Quelle: Eibner/imago)

Bittere Pleite für den VfL Bochum. Gegen den Tabellen-Vorletzten Arminia Bielefeld setzte es in der 2. Bundesliga eine bittere 1:4 (0: 3)-Heimpleite, danach lagen bei Teilen der Fans die Nerven blank. Sie machten ihrem Unmut lautstark Luft, insbesondere VfL-Coach Peter Neururer bekam die Missfallsbekundungen der Anhänger ab.

"Neururer raus", hallte es durch das Stadion. Rufe, für die der Bochumer Coach sogar Verständnis hatte. "Ich kann jeden Fan verstehen, der 'Neururer raus' ruft oder pfeift", sagte der Kult-Trainer nach dem Spiel.

Doch nicht nur Neururer, auch seine Profis bekamen ihr Fett weg. In der gesamten Ostkurve, dort wo die treuesten VfL-Fans stehen, grassierte Wut und Frust. Polizei und Ordnungskräfte marschierten bereits kurz vor Spielende auf, um eine Eskalation zu verhindern.

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"Mir geht das sehr nahe"

Nach der Partie suchten die Bochumer Spieler dann den Dialog mit den Anhängern. "Uns und mir geht das sehr, sehr nahe", sagte VfL-Abwehrspieler Patrick Fabian, der "absolutes Verständnis" dafür hatte, dass die Fans sauer sind. "Ich kann nur jedem versprechen, dass ich mir bis zur letzten Minute dieser Saison den Arsch aufreiße", so Fabian weiter.

Trainer Neururer versprach indes, dass die Leistung gegen Bielefeld ein Ausrutscher war. Dabei hatte seine Elf noch Glück, dass es "nur" 1:4 ausging, schließlich verschoss Bielefelds Patrick Schönfeldt noch einen Elfmeter (25. Minute). Für den klaren Erfolg der Gäste sorgten Ben Sahar (14./32.), Fabian Klos (39.) und Christian Müller (87.). Heiko Butscher (72.) traf zum 1:3 für die Hausherren.

"Riesengroße Diskrepanz"

"Jeder, der mit VfL zu tun hat, weiß, wie enttäuscht wir sind", bilanzierte Neururer nach dem Spiel. "Es herrschte eine riesengroße Diskrepanz zwischen dem, was wir uns vorgenommen haben und dem, was wir gezeigt haben. Wir werden die Dinge besprechen und dann mit voller Konzentration nach München fahren."

Nächste Woche muss der VfL bei 1860 ran, der Ruhrpottklub ist noch nicht gerettet. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf Dynamo Dresden, das auf dem Relgationsrang 16 liegt. Allerdings dürfen die Sachsen noch drei Mal ran. Klar ist: Mit einer Leistung wie gegen Bielefeld holt der VfL wohl keinen Punkt mehr.

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