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Nerven liegen blank  

Union-Coach Düwel zeigt Fans den Stinkefinger

23.11.2014, 11:19 Uhr | sid

Union-Coach Düwel zeigt Fans den Stinkefinger. Union-Trainer Norbert Düwel hat die Nerven verloren. (Quelle: imago/Sebastian Wells)

Union-Trainer Norbert Düwel hat die Nerven verloren. (Quelle: Sebastian Wells/imago)

Eklat bei Union Berlin: Trainer Norbert Düwel hat mit einer beleidigenden Geste gegen die eigenen Fans weiteren Kredit verspielt. Nach der bitteren 1:4 (0:2)-Heimpleite gegen den TSV 1860 München verlor der Coach für einen kurzen Moment die Beherrschung und zeigte einigen Anhängern auf der Haupttribüne den Mittelfinger.

Damit schwächte der ohnehin umstrittene 46-Jährige seine Position zusätzlich. Düwel erklärte seine Reaktion hinterher mit einer "persönlichen Beleidigung, die weit unter die Gürtellinie ging".

Dass sein Verhalten ungeachtet dessen ein Fehler war, sah Düwel bereits wenige Minuten nach seinem Fauxpas ein. "Das ist aus der Emotion heraus geschehen und sollte eigentlich nicht passieren", erklärte er.

Magere Bilanz

Die Klub-Verantwortlichen um Präsident Dirk Zingler wollten sich zunächst nicht zu dem Vorfall äußern. Ihnen dürfte aber bewusst sein, dass es kein gutes Zeichen ist, wenn ausgerechnet der Trainer in der Krise die Nerven verliert. Nur 14 Punkte aus 14 Spielen ist die magere Ausbeute des Nachfolgers von Uwe Neuhaus, der aufgrund seiner Unerfahrenheit von Beginn an kritisch beäugt wurde.

Fans sind aufgebracht

Nach dem leichten Aufwärtstrend der vergangenen Wochen war das 1:4 gegen München vor 19.026 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei wieder ein sportliches Armutszeugnis. Vor allem in den ersten 50 Minuten spielte Union wie ein Absteiger, die "Düwel raus"-Rufe waren nach dem zwischenzeitlichen 0:4 durch Valdet Rama (49. Minute) nicht mehr zu überhören. Verteidiger Michael Parensen bezeichnete die Leistung seines Teams in der ersten Halbzeit gar als "Witz".

Stürmer Sebastian Polter, der die Niederlage mit seinem Ehrentreffer zum 1:4 (51.) ein wenig erträglicher machte, zeigte sich ebenfalls selbstkritisch: "Wir können uns als Mannschaft nur entschuldigen bei den Fans, die wieder so zahlreich in die Alte Försterei gekommen sind und viel Geld bezahlt haben."

Auch Düwel wollte die sechste Saisonniederlage nicht schönreden. "Was wir an individuellen Fehlern abgeliefert haben, war haarsträubend", sagte er. "Das war keine gute Vorstellung, darüber helfen auch die letzten 35 Minuten nicht hinweg."

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