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SV Darmstadt 98: Für Dirk Schuster muss sich beim Zweitligisten noch viel tun

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Aufstieg noch tabu  

Schuster: Schlafender Riese SV 98 aufgeweckt

26.12.2014, 09:59 Uhr | dpa, t-online.de

SV Darmstadt 98: Für Dirk Schuster muss sich beim Zweitligisten noch viel tun. Erfolgsduo: Darmstadts Trainer Dirk Schuster (links) mit seinem Torjäger Dominik Stroh-Engel. (Quelle: dpa)

Erfolgsduo: Darmstadts Trainer Dirk Schuster (links) mit seinem Torjäger Dominik Stroh-Engel. (Quelle: dpa)

Dirk Schuster will nach oben - und der SV Darmstadt 98 überwintert auf Rang drei in der 2. Bundesliga. Eigentlich keine schlechte Ausgangsposition für einen zweiten Aufstieg innerhalb von einem Jahr. Doch das Wort "Aufstieg" ist bei den Lilien tabu. Vielmehr ist der Trainer teils unzufrieden, mahnt und kritisiert. "Bis der Verein sich in der Zweiten Liga etabliert hat und irgendwann einmal höhere Ziele in Angriff nehmen kann, muss sich noch sehr viel tun", sagte Schuster.

Dem ehemaligen Nationalspieler, der am 29. Dezember 47 Jahre alt wird, missfallen besonders zwei Dinge: Das marode Stadion am Böllenfalltor und die Bedingungen auf dem dortigen Trainingsgelände. "Der Verein braucht ein neues Stadion. Da muss etwas passieren, auch um die wirtschaftlichen Möglichkeiten zu schaffen", forderte Schuster. "Denn nur so kann die Mannschaft gezielt verstärkt werden, um wettbewerbsfähig in der 2. Liga zu bleiben."

Dass es für die Profimannschaft nur einen Rasenplatz zum Trainieren gibt, ist für ihn schlicht ein Unding - gerade im Winter, wenn kein Gras mehr wächst und überall Matsch ist. "Man kann einfach kein Passspiel üben, wenn man das Gefühl hat, dass in jedem Ball ein Frosch drinsitzt", sagte er.

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Der SV Darmstadt 98 steht auf Rang drei der 2. Liga. Kann das Team wirklich um den Aufstieg mitspielen?

Trainingsbedingungen kein Zweitliga-Niveau

Zwischen den Zeilen klingt durch, dass sich Schuster auch mehr Unterstützung von der Stadt Darmstadt wünscht, von der der Verein das Stadion gemietet hat. Der für die Sommerpause 2015 angepeilte Baubeginn der neuen Arena am gleichen Ort verschiebt sich nach derzeitigem Stand mindestens auf den Herbst.

Was alternative Trainingsplätze angeht, könnte die Stadt ebenfalls helfen, wobei sich der Trainer da nicht in der Verantwortung sieht. "Es gibt andere Leute im Verein, die unsere Wünsche kennen. Klar ist, dass wir in dieser Beziehung noch kein Zweitliga-Niveau haben."

Geschicktes Händchen bei Transfers

Dabei kann Schuster durchaus stolz auf das sein, was er seit seinem Dienstantritt im Dezember 2012 geschafft hat. Denn eigentlich war der SV 98 sportlich abgestiegen und blieb nur dank der Insolvenz von Kickers Offenbach in der 3. Liga. Die Chance nutzten die Südhessen und kämpften sich über die Relegation nach oben.

"Wir haben gemeinsam einen schlafenden Riesen aufwecken können", sagte der gebürtige Chemnitzer und fügte hinzu: "Aus dem Bett steigen muss er aber selber."

Schuster, der den Lehrgang zum DFB-Fußballlehrer 2007 als Jahrgangsbester abschloss, hat die Mannschaft mit offener Ansprache, Disziplin und einem geschickten Händchen bei den Transfers weit nach vorne gebracht. So fanden auch vermeintlich gescheiterte Spieler wie Dominik Stroh-Engel oder Marcel Heller zurück in die Erfolgsspur.

Bundesliga als Ziel

"Die Spieler haben ja alle schon mal bewiesen, dass sie Fußball spielen können", erklärte der Coach. Das Trainerteam mache sich vor der Verpflichtung solcher Spieler Gedanken, ob man die Gründe abstellen könne, warum es zuletzt nicht so gut bei ihnen lief. "Wenn dann die Bereitschaft der Spieler da ist, in Zusammenarbeit mit uns noch einmal zu versuchen, ihre Höchstleistung abzurufen, dann ergibt eine Verpflichtung auch Sinn."

Im aktuellen Kader sieht der Trainer derzeit keinen Handlungsbedarf. "Aber wir halten die Augen und Ohren offen. Wenn ein außergewöhnlicher Spieler auf den Markt kommen würde, der zu uns passt, würden wir anfangen nachzudenke", bekannte er.

Gedanken macht sich der 47-Jährige auch über seine eigene Zukunft. "Ich habe schon immer gesagt, dass ich irgendwann mal in der Bundesliga ankommen will. Aber ich habe auch einen Vertrag bis 2016, den ich gerne erfüllen möchte." Was darüber hinaus komme, sei offen. "Fußball ist ein brutal schnelllebiges Geschäft", sagte er. "Aber ich bin sehr guter Dinge, dass wir noch einige Zeit zusammenarbeiten können."

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