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Fußball: Aue muss nach Nazi-Skandal mit harter Strafe rechnen

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Fußball  

Aue muss nach Nazi-Skandal mit harter Strafe rechnen

08.02.2015, 12:20 Uhr | dpa

Fußball: Aue muss nach Nazi-Skandal mit harter Strafe rechnen. Auer Fans halten Transparente mit der Aufschrift "Ein Österreicher ruft und ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind.

Auer Fans halten Transparente mit der Aufschrift "Ein Österreicher ruft und ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind. Ihr wärt gute Nazis gewesen!" in die Höhe. Foto: Hendrik Schmidt. (Quelle: dpa)

Aue (dpa) - Nach Nazi-Vergleichen seiner Fans droht dem FC Erzgebirge Aue eine empfindliche Strafe. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nahm bereits Ermittlungen auf.

Nach Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) könnten die Erzgebirger mit erheblich drastischeren Sanktionen als nur einer Geldbuße belegt werden.

Beim Sachsen-Duell hatten Auer Fans ein Plakat hochgehalten, auf dem RedBull-Gründer Dietrich Mateschitz als Hitler dargestellt wurde. Mateschitz und seine Firma stehen hinter dem Projekt RB Leipzig, was bei Fans kritisch gesehen wird. Außerdem stand auf drei Plakaten verteilt: "Ein Österreicher ruft und Ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind. Ihr wärt gute Nazis gewesen".

"Der DFB verurteilt diesen Vorfall", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch am Samstag. "Nazi-Vergleiche sind unter keinen Umständen zu tolerieren. Wir erwarten nun von Erzgebirge Aue, dass der Verein diese Vorgänge umgehend und lückenlos aufklärt und die Verantwortlichen ermittelt."

Der Verein hat die Möglichkeiten, die Täter zu identifizieren. Ein Großteil der Gesichter sind auf Fotos gut zu erkennen. Am Samstag hatte sich Aue-Präsident Helge Leonhardt bei RB Leipzig entschuldigt. "Mit Leuten, die Plakate und Banner mit derart verabscheuungswürdigen Inhalten in unser Stadion bringen und zeigen, wollen wir nichts zu tun haben", betonte Leonhardt.

Die Vereinsgremien wollten die Vorkommnisse zunächst intern klären. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist an diesem Montag ein Treffen zwischen der Vereinsspitze und Fan-Vertretern geplant. Dann soll über den Umgang mit den Fans beraten werden. Das Verhalten könne und wolle die Clubführung nicht tolerieren.

Bis dahin sollte es keine Stellungnahmen, weder vom Verein, noch von der Fanvertretung geben. Ähnlich sieht es auch bei RB Leipzig aus. Erst nach einer internen Auswertung am Montag werde Stellung genommen, hieß es. 

Bei den Auer Fans rief die Aktion unterschiedliche Reaktionen hervor. Der Fanclub "Sauberger Kommando" schrieb etwa auf seiner Facebook-Seite: "Ihr Deppen habt unserem Verein wieder einmal geschadet! Ihr seid KEINE Aue-Fans!". Allerdings betonten zahlreiche Anhänger, dass es sich bei den Plakaten nur um Satire gehandelt habe.

Erschwerend für Aue kommt hinzu, dass nach dem Abpfiff Fans die im Stadion auslaufenden Leipziger mit Schnee und Eis beworfen hatten. Einige versuchten auch in den Innenraum des Stadions zu gelangen, wurden von Ordnern aber zurück gehalten. RB Leipzig musste das Auslaufen abbrechen.

Sportlich hatte der bisherige Tabellenletzte mit dem 2:0 am gegen RasenBallsport Leipzig einen starken Jahresauftakt hingelegt.

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