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RB Leipzig: Differenzen zwischen Rangnick und Zorniger

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Mateschitz: Fokus auf Leipzig  

Unruhe bei RB - Differenzen zwischen Rangnick und Zorniger

09.02.2015, 15:13 Uhr | t-online.de

RB Leipzig: Differenzen zwischen Rangnick und Zorniger. Zwischen Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick (li.) und Trainer Alexander Zorniger wächst die Diskrepanz. (Quelle: imago/GEPA Pictures)

Zwischen Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick (li.) und Trainer Alexander Zorniger wächst die Diskrepanz. (Quelle: GEPA Pictures/imago)

Die angepeilte Aufholjagd von Zweitligist RB Leipzig hat gleich im ersten Spiel nach der Winterpause einen Dämpfer erfahren. Ausgerechnet beim Tabellenletzten Erzgebirge Aue setzte es für die Leipziger eine 0:2 (0:1)-Pleite, in der Tabelle stehen die ambitionierten Sachsen nur auf Rang sieben. Im Anschluss wurde deutlich, dass innerhalb des Klubs Diskrepanzen herrschen.

So begründete Trainer Alexander Zorniger die Niederlage mit "bestimmten Abläufen, die mit dem neuen System noch nicht automatisiert" seien. Damit stieß er bei Sportdirektor Ralf Rangnick auf Unverständnis. Der 56-Jährige machte stattdessen Defizite bei der eigenen Mannschaft aus. "Aue hat so gespielt, wie ich es erwartet habe", sagte Rangnick dem "kicker". "Aber wir haben nicht so gespielt, wie ich es erhofft und erwartet habe."

Gleichzeitig nannte er Punkte, die ihm missfallen hatten: "Wir müssen uns in der Spielweise sowie in der taktischen Ausrichtung verbessern." Eine deutliche Kritik, die vor allem an Zorniger gerichtet sein dürfte.

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Rangnick: "Aufstieg kommt nie zu früh"

Es ist nicht das erste Mal, dass Rangnick und Zorniger nicht auf einer Wellenlänge liegen. Der RB-Coach hatte Ende 2014 gesagt, dass ein weiteres Zweitligajahr nicht schaden könne, damit sich seine Mannschaft - zuletzt zwei Mal in Folge aufgestiegen - in der neuen Liga akklimatisieren könne. Der ehrgeizige Rangnick hatte vor dem Rückrundenstart eine andere Ansicht geäußert. Er könne sich in seinen Trainer hineinversetzen, sagte der 56-Jährige zum "kicker", aber: "Ich bleibe aber dabei, dass ein Aufstieg nie zu früh kommen kann. Wenn wir das schaffen, haben wir mit dem Durchmarsch von der 4. in die 1. Liga etwas Historisches geschafft, was noch niemandem gelang."

Rangnick wird seine Doppelfunktion als Sportdirektor von Red Bull Salzburg und Leipzig im Sommer aufgeben und sich nur noch auf die Sachsen konzentrieren, auch deshalb will er mit aller Macht den Aufstieg noch erreichen. Aus diesem Grund wurde auf dem Transfermarkt noch einmal nachgelegt und vier neue Spieler für insgesamt rund neun Millionen Euro verpflichtet. Darunter mit dem Israeli Omer Damari (Austria Wien) und dem Schweden Emil Forsberg (Malmö FF) zwei aktuelle Nationalspieler.

Durch die Investitionen wächst der Druck auf Zorniger, dessen Mannschaft aus den letzten neun Spielen nur zehn Punkte holte. Ein deutlicher Rückschritt nach 19 Zählern aus den ersten zehn Saisonspielen.

Red-Bull-Boss: Fokus liegt auf Leipzig

Weiteren Druck gibt es nun auch von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz. Dieser kündigte an, dass im Fußballbereich Leipzig in Zukunft Priorität gegenüber Salzburg haben soll. "Die Stärke der Liga gibt uns den Schwerpunkt vor", sagte der Brause-Milliardär der österreichischen "Kleinen Zeitung".

Auch Mateschitz will am liebsten noch in diesem Jahr mit den Sachsen in die Bundesliga: "Wir haben das in Leipzig immer mit 'so rasch wie möglich' definiert. Und ja, geplant wäre der Aufstieg für heuer", sagte er, gab sich aber entspannter als Rangnick: "Wobei es kein Malheur wäre, wenn es nicht klappen würde und wir noch eine Art Konsolidierungsjahr in der zweiten Liga einlegen würden. Uns muss allerdings klar sein, dass es nächstes Jahr auch nicht leichter wird."

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