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RB Leipzig: Achim Beierlorzer kämpft mit alten Problemen

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Fußball  

Neuer Coach, alte Probleme bei RB Leipzig

16.02.2015, 15:26 Uhr | dpa

RB Leipzig: Achim Beierlorzer kämpft mit alten Problemen. Auch Leipzigs Coach Achim Beierlorzer konnte die 0:1-Niederlage gegen den FSV Frankfurt nicht verhindern.

Auch Leipzigs Coach Achim Beierlorzer konnte die 0:1-Niederlage gegen den FSV Frankfurt nicht verhindern. Foto: Peter Endig. (Quelle: dpa)

Leipzig (dpa) - Alle Hebel wurden bei RB Leipzig in Bewegung gesetzt - das Resultat war ernüchternd. Wieder einmal null Punkte nach dem 0:1 gegen den FSV Frankfurt und nur noch Tabellenplatz acht in der zweiten Fußball-Bundesliga.

Den Aufstiegskampf bestreiten inzwischen andere. Daran konnte auch Neu-Trainer Achim Beierlorzer mit seinen Maßnahmen wie einer gemeinsamen Übernachtung im Hotel und einer veränderten Aufstellung nichts ändern.

Genauso wenig wie die drei neuen Stürmer und Investitionen von etwa neun Millionen Euro in der Winterpause scheint er den Sachsen zumindest kurzfristig nicht die Impulse zur Wende geben zu können. In den vergangenen beiden Partien schoss der ambitionierte Aufsteiger kein Tor. Auf neun Punkte ist der Abstand zu einem Aufstiegsplatz angewachsen. Der Durchmarsch aus Liga vier in die Bundesliga ist nach der Entlassung von Trainer Alexander Zorniger mehr denn je in Gefahr.

Die Pfiffe von den Rängen waren unüberhörbar und die verpatzte Wende warf die Frage auf: Kommt der als eigentlicher Zorniger-Nachfolger gehandelte Thomas Tuchel doch noch in dieser Saison? Den Namen hatte Sportdirektor Ralf Rangnick in der vergangenen Woche erstmals als Kandidaten bestätigt und als "einen der talentiertesten Trainer in Deutschland" bezeichnet.

Problem bei einer Verpflichtung Tuchels noch in dieser Saison dürfte weniger dessen bis 30. Juni laufender Vertrag beim Bundesligisten FSV Mainz 05 sein. Eine finanzielle Kompensation könnte man sich wohl leisten. Konzept-Coach Tuchel dürfte aber kaum daran interessiert sein, als Feuerwehrmann einzusteigen und sprichwörtlich in ein fallendes Messer zu greifen. Rangnick will von den Spekulationen sowieso nichts wissen: "Mit Achim sind wir auf dem richtigen Weg, der Kurs ist absolut richtig", verteidigte er sich auf "LVZ-Online".

Schon vor dem Spiel hatte Rangnick erklärt, dass Beierlorzer "tausendprozentig bis Saisonende" Coach der ersten Mannschaft bleibe. Wie unberechenbar der Sportdirektor ist, hatte der aber erst eine Woche zuvor gezeigt. Als "geisteskrank" hatte Rangnick vor dem Aue-Spiel (0:2) noch Gerüchte bezeichnet, nach zweieinhalb Jahren über einen neuen Trainer nachzudenken. Fünf Tage später gingen er und der zweifache Aufstiegscoach Zorniger getrennte Wege.

Beierlorzer hatte gleich vier Wechsel im Vergleich zur Aufstellung gegen Aue vorgenommen. Kapitän Daniel Frahn und seinen Stellvertreter Dominik Kaiser verbannte er gar auf die Tribüne. "Bei mir spielen diejenigen, die am besten trainieren", erklärte der 47-Jährige. Frahn habe nicht so sehr herausgestochen wie die anderen Stürmer. Bei Kaiser stimmten nach einer Grippe die Ausdauerwerte noch nicht.

Tim Sebastian, der gegen Frankfurt erstmals die Kapitänsbinde trug, erklärte die maue Leistung auch mit dem Trainerwechsel, der "nicht spurlos an uns vorüber gegangen ist". Beierlorzer wirkte nach seinem missglückten Einstand besonnen: "In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Chancen leider nicht genutzt. Es hat auch ein bisschen das Glück gefehlt." Das muss spätestens am kommenden Montag zurückkommen. Beierlorzers Auswärtsdebüt bei Eintracht Braunschweig hat dann schon Endspiel-Charakter. Den Bundesliga-Absteiger auf Rang fünf und den Zweitliga-Aufsteiger auf Platz acht trennen schon vier Punkte.

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