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2.Bundesliga 2015/16: Traditionsteams wollen Wiedergutmachung

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Fußball  

Traditionsteams in 2. Liga wollen Wiedergutmachung

22.07.2015, 12:17 Uhr | dpa

2.Bundesliga 2015/16: Traditionsteams wollen Wiedergutmachung. Der KSC scheiterte mit Markus Kauczinski erst in der Relegation, doch die Favoriten für den Aufstieg tragen auch diesmal andere Namen.

Der KSC scheiterte mit Markus Kauczinski erst in der Relegation, doch die Favoriten für den Aufstieg tragen auch diesmal andere Namen. Foto: Ronald Wittek. (Quelle: dpa)

München (dpa) - In der 2. Fußball-Bundesliga beginnt für viele Clubs die Saison der großen Wiedergutmachung. Abgestiegene Freiburger und mal wieder nicht aufgestiegene Lauterer, mittelmäßige Nürnberger und Düsseldorfer, fast abgestürzte St. Paulianer und nur knapp gerettete Münchner "Löwen":

Die Traditionsvereine sehnen sich ganz besonders nach der Beletage im deutschen Fußball - oder wenigstens nach einer Spielzeit ohne Sorgen. Ein junger Verein schickt sich zum zweiten Mal an, die Liga aufzumischen: Diesmal soll RB Leipzig nach einer beängstigenden Transferoffensive der große Coup gelingen.

Die großzügig alimentierten Sachsen schockten die Konkurrenz mit den Verpflichtungen von Nachwuchsstürmer Davie Selke und Abwehrspieler Atinc Nucan für insgesamt rund 13 Millionen Euro. Kein Wunder, dass die Mannschaft von Ralf Rangnick bei den Zweitliga-Trainern Favorit auf den Aufstieg ist. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärten elf Coaches die Leipziger zum Anwärter Nummer eins auf den Aufstieg, "mit den Möglichkeiten, die sie haben", wie Karlsruhes Markus Kauczinski meinte. Den im Juni in der Bundesliga-Relegation nur knapp gescheiterten KSC hat dagegen kaum jemand auf dem Zettel.

Viel eher trauen die Trainer Freiburg nach sechs Jahren Bundesliga und dem bitteren Abstieg ein schnelles Comeback zu: Neun Befragte zählten den SC zu den ersten Aufstiegskandidaten, weitere fünf zum erweiterten Kreis der Anwärter. Trainer Christian Streich will ins "obere Drittel" der Tabelle - muss aber zunächst die Abgänge von Stars wie Admir Mehmedi, Oliver Sorg, Jonathan Schmid und Torhüter Roman Bürki kompensieren. Die Fluktuation kennt man im Breisgau.

Kosta Runjaic blieb auch nach dem zweiten vierten Platz nacheinander Trainer in Kaiserslautern. Mit Neu-Stürmer Kacper Przybylko soll beim Auftaktspiel am Freitag (20.30 Uhr) beim MSV Duisburg der erste Schritt in Richtung Bundesliga getan werden. "In Duisburg wird sich zeigen, wo wir stehen", meinte Runjaic. Vier Trainer glauben in der dpa-Umfrage, bei der Mehrfachnennungen möglich waren, an den Aufstieg der Pfälzer.

Damit erhielt der FCK genauso viele Stimmen wie der 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf, zwei Vereine, die im Mai nicht über das Tabellenmittelfeld der 2. Liga hinausgekommen waren. Während René Weiler in seiner ersten Nürnberger Saison von Beginn an gleich die Rückkehr in die Bundesliga als Ziel ausgibt, bringt Didier Ya Konan bei der Fortuna Erstliga-Flair mit. Der Stürmer kam aus Hannover.

Das sind die großen Anwärter auf die Hauptrollen in der 42. Zweitliga-Saison mit nicht weniger als 13 ehemaligen Bundesligisten im Rennen - inklusive der aus der 3. Liga aufgestiegenen und wiedererstarkten Duisburger und Bielefelder. "Es ist wahnsinnig eng", meinte Freiburgs Christian Streich. Und außerdem: "Es wird daher sicherlich wieder Überraschungsmannschaften geben, die ganz vorne mitmischen", sagte Leipzigs Rangnick. "Wer hatte denn in der letzten Saison Darmstadt und Ingolstadt ganz oben erwartet?"

Und wer den TSV 1860 München und den FC St. Pauli am anderen Ende des Tableaus? Mit einem schlanken Kader und vor der fertiggestellten Nordtribüne will sich der Kult-Club um Kult-Coach Ewald Lienen erstmal konsolidieren. Auch bei den Münchner "Löwen" hat nach dem vorlauten verbalen Angriff auf die Aufstiegsplätze vor zwölf Monaten längst die Realität alle Bundesliga-Hirngespinste verdrängt. "Wir wollen eine ruhigere Saison spielen als im letzten Jahr", gab Trainer Torsten Fröhling als Ziel aus. Die dramatische Last-Minute-Rettung in der Relegation gegen Kiel war den Sechzigern wohl eine Lehre.

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