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2. Bundesliga: Hannover 96 und der VfB Stuttgart gehen als Aufstiegsfavoriten in die neue Saison

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H96 und VfB als Favoriten  

Erstklassiges Unterhaus: 2. Liga so stark wie nie

03.08.2016, 13:31 Uhr | sid

2. Bundesliga: Hannover 96 und der VfB Stuttgart gehen als Aufstiegsfavoriten in die neue Saison. Topkandidaten: Hannover 96 (links Martin Harnik) und der VfB Stuttgart (rechts Kevin Großkreutz) gehen als Aufstiegsfavoriten in die neue Zweitliga-Saison. (Quelle: imago/Picture Point/Sportfoto Rudel)

Topkandidaten: Hannover 96 (links Martin Harnik) und der VfB Stuttgart (rechts Kevin Großkreutz) gehen als Aufstiegsfavoriten in die neue Zweitliga-Saison. (Quelle: imago/Picture Point/Sportfoto Rudel)

27 Meisterschaften, 15 Pokalsiege und ein aktueller Weltmeister: Wenn die 2. Liga am Freitag in ihre 43. Saison startet, können sich die Fans nicht nur auf die Aufstiegsfavoriten VfB Stuttgart und Hannover 96 freuen.

Für die Fußball-Romantiker dürfte so manches Duell im Unterhaus - das zudem elf DDR-Meisterschaften und acht DDR-Pokalsiege zu bieten hat - wesentlich interessanter als die ein oder andere Partie in der Eliteklasse sein. Stichwort: Erstklassige 2. Bundesliga, die so stark wie noch nie erscheint.

H96 zum Auftakt gegen den FCK

"Die 2. Liga wird in der neuen Saison sehr attraktiv. Viele Traditionsklubs, die schon reichlich Bundesligajahre auf dem Buckel haben, tummeln sich hier", sagte Hannovers Trainer Daniel Stendel, der mit dem Bundesliga-Absteiger zum Auftakt (ab 20.15 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) beim 1. FC Kaiserslautern mit dem früheren 96-Coach Tayfun Korkut antreten muss: "Es wird sicher eine unglaublich spannende und emotionale Saison."

Zuschauerzahlen: vorbei an der Ligue 1?

Die Emotionalität rund um Vereine wie etwa Hannover, Stuttgart, Kaiserslautern, den 1. FC Nürnberg, den FC St. Pauli, Fortuna Düsseldorf, 1860 München, Eintracht Braunschweig und Aufsteiger Dynamo Dresden wird mit großer Sicherheit auch für einen Zuschauerrekord sorgen. Schon in der vergangenen Spielzeit kamen durchschnittlich 19.017 Besuchern zu den Partien.

In der anstehenden Runde ist damit zu rechnen, dass die 2. Liga die französische Ligue 1 überholt und in der Zuschauergunst in Europa auf Rang fünf hinter den Topligen aus Deutschland, England, Spanien und Italien landet.

Zum Zuschauermagneten könnte vor allem die prognostizierte Ausgeglichenheit der Liga und die damit verbundene Spannung werden. "Unser Ziel ist der direkte Wiederaufstieg. Neben Stuttgart gehören wir als Absteiger zu den natürlichen Favoriten", äußerte Stendel: "Der Kampf um den Aufstieg wird sich allerdings nicht nur auf zwei Mannschaften beschränken."

Hannover und der VfB sind Topfavoriten

Das sehen auch die Stuttgarter um Weltmeister Kevin Großkreutz so. "Hannover und wir sind für viele die Top-Favoriten. Ich zähle zu diesem Kreis auch den VfL Bochum und den FC St. Pauli und traue auch Union Berlin und Fortuna Düsseldorf einiges zu", sagte der neue VfB-Trainer Jos Luhukay.

Noch vorsichtiger äußerte sich der ebenfalls neue Stuttgarter Manager Jan Schindelmeiser. "Ich will nicht die Euphoriebremse sein. Wir haben alle Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein", äußerte der VfB-Sportchef, der bereits knapp acht Millionen Euro in den Kader investiert hat: "Aber in Moment haben wir aber nicht die Mannschaft, der man das Ziel Aufstieg in den Rucksack legen kann."

Krisenklub als Geheimfavorit

Sollten der VfB und Hannover nicht in Schwung kommen, wollen andere ihre Chance nutzen. So hat sich der TSV 1860 innerhalb weniger Wochen vom Krisenklub zum Geheimfavoriten entwickelt. Über sechs Millionen Euro konnten der neue Sportchef Thomas Eichin und der neue Trainer Kosta Runjaic dank der Unterstützung des jordanischen Investors Hasan Ismaik in den Kader stecken.

Wie viel Geld die Zweitligisten zukünftig in die Hand nehmen können, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Wenn am 24. August der neue Ligavorstand der Deutschen Fußball Liga (DFL) gewählt wird, geht es für die Klubs darum, ihren Anteil (bisher 20 Prozent) an den TV-Einnahmen (ab 2017 rund 1,5 Milliarden Euro pro Saison) zu behalten.

Zweitliga-Duelle interessanter als Erstliga-Spiele?

Das wird nicht einfach, da viele Klubchefs der Bundesligisten das Geld der Zweitligisten ins Visier genommen haben. Die Bosse sollten allerdings darüber nachdenken, ob die Fans Duelle zwischen Stuttgart und dem Karlsruher SC oder Hannover und Eintracht Braunschweig möglicherweise interessanter finden als Spiele zwischen dem FC Ingolstadt und 1899 Hoffenheim oder dem VfL Wolfsburg und RB Leipzig.

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