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Ismaik-Posse bei 1860: Mitleid mit den Löwen

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Kommentar zur Ismaik-Posse bei 1860  

Man kann nur noch Mitleid mit den Löwen haben

25.11.2016, 11:21 Uhr | t-online.de

Ismaik-Posse bei 1860: Mitleid mit den Löwen. Gut gebrüllt, Löwe? 1860-Investor Hasan Ismaik fährt den medialen Zeigefinger aus. (Quelle: imago/Sven Simon)

Gut gebrüllt, Löwe? 1860-Investor Hasan Ismaik fährt den medialen Zeigefinger aus. (Quelle: Sven Simon/imago)

Ein Kommentar von Christoph Sicars

Na klar, die Medien sind an allem schuld: Es sind schwere Geschütze, die Hasan Ismaik durch sein Pressebüro über die sozialen Kanäle drei Tage nach der Entlassung von Löwen-Coach Kosta Runjaic und der peinlichen Posse um Sportdirektor Thomas Eichin auffahren ließ.

Von einer durch Journalisten iniierten "Lügenkampagne", "charakterlosen Menschen", "einem dreckigen Spiel zwischen Medien und Hintermännern" orakelt Ismaik - der jordanische Investor des seit Jahren von einer Krise in die nächste schlitternden Zweitligisten 1860 München könnte auch wunderbar als AfD- oder Trump-Vorsprecher durchgehen.

Doch nicht nur die schreibende Zunft bekommt ordentlich ihr Fett weg, auch die Löwen-Angestellten stellt Ismaik mit verbaler Brachialgewalt an den medialen Pranger. "Korruption und Plünderung" wirft der Milliardär weiter nicht genannten "Leuten" vor - hin bis zu "dunklen Interessen". Worauf Ismaik seine Anschuldigungen stützt, bleibt jedoch im Verborgenen.

Viel Geld - kaum Erfolg

Nur der Glaube an "Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit" ließen den nach eigenen Worten vom Investor zum "Löwen-Fan" mutierten Ismaik weiter für ein "besseres 1860" kämpfen. In seiner bisherigen fünfjährigen Zeit als Geldeinpumper mit elf geschassten Trainern und dem stetigen Verweilen am sportlichen Abgrund konnte Ismaik diesen Nachweis noch nicht ansatzweise erbringen. Geld schießt halt nicht immer Tore!

Sportlich helfen den Löwen und ihren leidgeplagten Fans derzeit vor allem Siege, um nicht noch mehr Spott und Mitleid zu ernten. Doch derzeit müssen sie diese ertragen - wegen Ismaik.

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